Schrödingers lebendigtote Katze im Quantenreich


schroedinger_katzeWo beginnt der Geltungsbereich Quantenphysik, wo endet er? Jetzt schweben auch sichtbare Lichtpulse in jenem Zwitterzustand, den man von Atomen und einzelnen Photonen her kennt.

Von Rainer ScharfFrankfurter Allgemeine

Als der österreichische Physiker Erwin Schrödinger 1935 seine legendäre Katze erdachte, die gleichzeitig tot und lebendig ist, illustrierte er damit die scheinbar absurden Konsequenzen, die sich ergeben, wenn man die Regeln der Quantenphysik auf die Alltagswelt überträgt. In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler mit immer ausgefeilteren Experimenten den Gültigkeitsbereich der Quantenphysik ausgelotet. Dabei haben sie auf unterschiedliche Weise Schrödingers Gedankenexperiment verwirklicht. So hat man etwa beobachtet, dass sich auch äußerst große Moleküle wie quantenmechanische Wellen verhalten können und durch zwei benachbarte Schlitze eines Doppelspalts gleichzeitig fliegen. Jetzt haben zwei Forschergruppen unabhängig voneinander Schrödingers Katze erstmals mit sichtbaren Lichtpulsen „zum Leben erweckt“.

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