Berlins lange Nacht der religiösen Prostitution und Herr Henkel


Bild: nak-berlin-brandenburg.de
Die lange Nacht der Religionen hat der Berliner Innensenator, Frank Henkel(CDU), zum Anlass genommen um Respekt für den Glauben der Anderen einzufordern.

Frank Henkel

„Und um es klar zu sagen: Respekt bedeutet keineswegs Verzicht auf Kritik. Aber doch Rücksichtnahme auf die Verletzlichkeit solch intimer und persönlicher Befindlichkeiten wie es die religiösen Gefühle nun einmal sind“,…

Wieder ein Beispiel, wo sich Politik zum religiösen Handlanger reduziert. Intime und persönliche Befindlichkeiten, hmmm, wer mit seinen intimen persönlichen Befindlichkeiten an die Öffentlichkeit geht verlässt eben genau den Bereich der Intimspähre. Damit setzt er sich nicht nur der öffentlichen Kritik aus, sondern nimmt eben auch jedwede Abwertung billig in Kauf.

Intimität (lat intimus; wörtlich dem Rand am fernsten, am weitesten innen) ist ein Zustand tiefster Vertrautheit. Intimität herrscht in der Intimsphäre – einem persönlichen Bereich, der durch die Anwesenheit ausschließlich bestimmter oder keiner weiteren Personen definiert ist und Außenstehende nicht betrifft. Die Intimsphäre und damit die Intimität wird durch Indiskretion verletzt. Eine Verletzung der Intimität kann Personen seelisch labilisieren. So lesen wir bei Wikipedia.

Selbst-Indiskretion fordert Reaktion heraus.

Respekt verdient man sich, er ist nicht vererbbar und schon gar nicht göttlich. Wenn ich Gott in Form seines Bodenpersonals gelästert habe, möge er sich bei mir beschweren. Jederzeit. Wer sein Privates und sei es der religiöse Glaube in die Öffentlichkeit stellt, muss Kritik, Widerspruch, Humor, Satire akzeptieren.

Madalyn Murray O’Hair

“I’ll tell you what you did with Atheists for about 1500 years. You outlawed them from the universities or any teaching careers, besmirched their reputations, banned or burned their books or their writings of any kind, drove them into exile, humiliated them, seized their properties, arrested them for blasphemy. You dehumanised them with beatings and exquisite torture, gouged out their eyes, slit their tongues, stretched, crushed, or broke their limbs, tore off their breasts if they were women, crushed their scrotums if they were men, imprisoned them, stabbed them, disembowelled them, hanged them, burnt them alive.

And you have nerve enough to complain to me that I laugh at you.”

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

1 Comment

  1. Schon der Alte Fritz war der Meinung, „jeder solle nach seiner Façon selig werden.“ 😉

    Ob der Alte Fritz damit aber auch den heute üblichen Missbrauch mächtger Kirchen bei der Ausplünderung öffentlicher Kassen, der Meinungsmanipulation beim öffentlichen Rundfunk und dem Erzwingen devoten Verhaltens von Nicht-Religösen- oder Andersgläubigen nach Gusto an Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag, Heiliger Abend und zusätzlich örtlichen Religionsriten gemeint hatte? 😉

    Da wäre es gut zu wissen welchen „Respekt“ der Berliner-CDU-Henkel für den europäischen Ordensgeistlichen, Dichter, Philosophen, Astronomen und Lehrer Giordano Bruno hat, der für seine abweichende Meinung am 17. Februar 1600 von der Inquisition in Rom öffentlich abgefackelt wurde, wärend man „respekvoll“ mit einem Kruzifix vor dem Gesicht es Leidenden Menschen herumfuchtelte. 😉

    Giordano Bruno:

    „Aufrichtig wünsch ich, dass die Frucht meiner Arbeit nützlich und rühmlich erscheine der Welt, dass die Frucht meiner Arbeit erwecke den Geist und aufschließe das Gefühl denen, die des Lichtes beraubt sind….
    ….Lachhaft zu sagen, außerhalb des Himmels sei nichts. Es gibt nicht eine einzige Welt, eine einzige Erde, eine einzige Sonne, sondern so viele Welten, wie wir leuchtende Funken über uns sehen.“

    Respekt könnte Herr Henkel dem Lehrer und Aufklärer Giordano Bruno sogar in Berlin an seinem Denkmal am Potsdamer Platz bezeugen…oder auch dadurch, das er einen „Gedenktag für „Meinungsfreiheit und Aufklärung“ unterstützt. Interessant wäre zu wissen welchen der vielen christlichen Feiertage die Kirchen Opfern würden, um „Aufklärung und Meinungsfreiheit “ Respekt zu bezeugen ? 😉

    Den Segen Papst Johannes Paul II. dafür gäbe es sogar, der im Jahr 2000 nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission feststellte, die Hinrichtung Giordano Bruno’s sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten. 😉

    Also könnten die Kirchen das Giordano Bruno Denkmal am Potsdamer Platz in eine nächste Nacht der Religionen „respektvoll“ einbeziehen. 😉

    http://www.bruno-denkmal.de/

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