Käßmann: Luther hinterlässt auch schweres Erbe


Margot-KässmannDie Theologin Margot Käßmann warnt davor, den Reformator Martin Luther zum 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 zum „vermeintlichen Helden“ zu stilisieren.

evangelisch.de

„Es wird keine Lutherfeiern geben, sondern ein internationales Reformationsjubiläum mit ökumenischem Akzent soll gefeiert werden“, sagte die evangelische Reformationsbotschafterin der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Dienstagsausgabe).

Käßmann wies darauf hin, dass Luther auch für die „Schatten der Reformation“ stehe: Sein Antijudaismus sei „ein schweres Erbe, das die Kirche, die sich nach ihm benannt hat, auf fatale Irrwege führte bis hin zum Versagen in der Zeit des Nationalsozialismus“. Darüber werde aber offen diskutiert und nichts beschönigt.

weiterlesen

2 Comments

  1. Da hat sie nun mal recht, das muss man ehrlich einräumen.
    Luther war tatsächlich kein Held, sondern ein übler Antisemit.
    Aber dass hat die Käßmann wahrscheinlich nicht gemeint…

    Liken

  2. Klar, ewig lassen sich Unwahrheiten und Beschönigungen zum eigenen Vorteil, nicht einfach aufrecht erhalten. Aber man hat ja für die Beeinflussung des Religiotenvolk, wie immer in solchen Fällen die Möglichkeit, die Kunst der gespielten, reuigen Ausrede anzuwenden. Der weniger leichtgläubige Rest im Lande sieht das in diesem Falle eher so: Wenn die Frau Käßmann ein Mann wäre, könnte man sagen: „Der zieht jetzt den Schwanz ein.“ 😉

    Liken

Kommentare sind geschlossen.