Pädophilie: Zensur bei „taz“ als Wahlkampfhilfe für Grüne?


Grün ist bei „taz“-Chefredakteurin Ines Pohl nicht nur die Jackenfarbe. Doch wenn es um schmutzige Details bei der Lieblingspartei ihres Blattes geht, dann sieht sie mitunter Rot Bild:dpa
Chefredakteurin Ines Pohl ließ einen Text aus der links-alternativen „taz“ kippen, der den Grünen mangelnde Aufarbeitung des Pädophilie-Skandals vorwarf. Nun darf über die Gründe spekuliert werden.

Von Torsten KrauelDIE WELT

Es gab in der einst dezidiert linksalternativen „tageszeitung“ immer Einzelkämpfer mit einem Herzensthema. Heute gibt es dort Christian Füller, der mit Furor die 30 Jahre zurückliegende pädophile Verstrickung der Grünen recherchiert. Am Samstag hatte von ihm unter der Überschrift „Befreites Menschenmaterial“ ein Text erscheinen sollen. Die Kernthese, in provokantem Fettdruck hervorgehoben: „Die Pädophilie war in der grünen Ideologie angelegt“. Die katholische Kirche, schrieb Füller, arbeite den Missbrauch „besser und gründlicher“ auf als die Grünen. Dort weigere sich „Bischof Trittin“ standhaft, eine Anlaufstelle für die Opfer grüner Päderasten einzurichten.

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1 Comment

  1. Es ist einfach ungeheuerlich, wie eine Desinformatinskampagne zur Verniedlichung des massiven Kindsmissbrauchs durch die katholische Kirche und seine Jahrhunderte überdauernde kirchliche Praxis – „quasi Liturgisch “ – auf Kosten tausender kirchlichen Opfer – zur durchschaubaren Wahlkampfpropaganda gegen Grüne und Liberale verkommt. 😉

    In den USA stellten sich -im Gegensatz zu Deutschland- ordentliche Gerichte auf die Seite der missbrauchten Kinder. ( Bei uns wurden die kirchlichen MissbrauchsOpfer an runden Tischen mit der Täterorganisation politisch verheizt und journalistisch verbrannt und dann bei der Entschädigung durch den „Moloch“ allein gelassen. 😉 ) . Nach einem Bericht der NYTimes bekommt ein Opfer dort vom Gericht im Schnitt mehr als 100.000 US$ als Entschädigung fur den Missbrauch zugesprochen. Einige US Diözesen seien inzwischen Pleite.

    So sieht „Aufarbeitung“ der kirchlichen Verbrechen an Kindern aus. Wenn die katholische Kirche bei uns die erste Milliarden € an die Missbrauchsopfer gezahlt hat, ist immer noch Zeit, sich mit kleineren Vorfällen anderswo intensiver zu beschäftigen.

    Im Wahlkampf zählt an sich nur wie diese Regierung den kirchlichen Opfern weitergeholfen hat…und da sieht die Bilanz wegen der Rücksicht auf die Kirche eher mager aus. 😉

    Link zur „Liturgischen Dimension“ des katholischen Kindsmissbrauch

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_römisch-katholischen_Kirche

    http://ncronline.org/blogs/ncr-today/vatican-abuse-summit-22-billion-and-100000-victims-us-alone

    Diese Kampgne erinnert an einen perversen Wahlkampftrick Adenauers aus 1961, mit dem der seinen Politischen Gegner mit dem defamatorischen Argument „der NAZI Flüchtling Frahm aus Lübeck habe sich seiner patriotische Pflicht gegen die Sovjets entzogen und sei 1945 ungeschoren als Willy Brandt in Norwegischer Uniform in die Heimat zurückgekommen. Dieser Wahlkampftrick hatte 1961 Erfolg. 😉

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