Beam me up, Scotty! Der Wärmeinhalt der Ozeane steigt und steigt…


Der Wärmeinhalt der Weltmeere steigt und steigt. Das belegt: weder lässt der Treibhauseffekt nach, noch bremst die kalte Sonne spürbar die globale Erwärmung.

Die Messdaten zu der in den Ozeanen gespeicherten Wärmemenge findet man stets aktuell auf der NOAA-Webseite. Für die oberen 2000 m des Ozeans (darunter passiert nicht mehr viel) sieht der Verlauf so aus:

Veränderungen im Wärmeinhalt der Weltmeere in den oberen 2000 Metern. Quelle: NOAA

Von Stefan RahmstorfKlimaLounge

Die in den Ozeanen gespeicherte Wärmemenge ist eine der wichtigsten Diagnostiken für die globale Erwärmung, denn rund 90% der zusätzlichen Wärme werden in den Ozeanen gespeichert (mehr dazu kann man im letzten IPCC-Bericht von 2007 nachlesen). Die Atmosphäre speichert wegen ihrer geringen Wärmekapazität nur 2%, die Landflächen (inklusive Landeismassen) können auch nur langsam Wärme aufnehmen, weil sie schlechte Wärmeleiter sind. Also entspricht die vom Weltmeer aufgenommene Wärme fast genau dem Strahlungsungleichgewicht unseres Planeten.

Heizen die Meere sich auf, dann absorbiert die Erde mehr Sonnenenergie als sie an langwelliger Strahlung ins All abstrahlt – das folgt aus dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik, der Energieerhaltung. (Dieser Erhaltungssatz ist der Grund, weshalb Physiker gerne Energiebilanzen betrachten. Und weil wir die Strahlungsbilanz unserer Erde verstehen, wissen wir auch, dass die globale Erwärmung durch die Treibhausgase verursacht ist – die sind nun mal die größte Störung der Strahlungsbilanz in den letzten hundert Jahren.)

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