Erzbistum München und Freising muss sich arm rechnen


Papst Franziskus predigt eine „arme Kirche für die Armen“, ganz anders wahrgenommen wird Kardinal Reinhard Marx (rechts), Erzbischof von München und Freising. (Foto: Claus Schunk)
Wie reich ist das Erzbistum München und Freising? Es nimmt Hunderte Millionen Euro an Steuer ein, hält 7000 Immobilien und ist an florierenden Unternehmen beteiligt. Beziffern kann es sein Vermögen aber nicht. Noch nicht.

Von Jakob WetzelSüddeutsche.de

Für das Erzbistum München und Freising ist er eine Herausforderung, dieser Mann in Weiß. Papst Franziskus forderte bereits wenige Tage nach dem Konklave eine „arme Kirche für die Armen“. Seither präsentiert er sich selbst als Vorbild: Er verzichtet auf Statussymbole, er lebt im Gästehaus des Vatikans statt im Apostolischen Palast, und im Juni sagte er den Besuch eines Konzertes ab, offenbar genervt vom Hofstaatgehabe der Kurie.

Ganz anders wahrgenommen wird hingegen Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising: Er bewohnt das Palais Holnstein, einen Rokoko-Palast in der Münchner Altstadt, ein repräsentatives Haus, auch wenn Marx nur drei Zimmer belegt. Und im Juli lud er 600 Gäste zum festlichen Empfang in den Garten von Schloss Suresnes in Schwabing.

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