Ein Christ will Muslime missionieren


Anscheinend hat Gott die Muslime nach Europa geschickt, damit sie Christen werden: Muslime hören sich in Winterthur die Freitagspredigt an. (Keystone/Alessandro Della Bella)
Eines der Merkmale freikirchlicher Gläubiger ist, dass sie die Welt gern aus ihrer individuellen Perspektive interpretieren. Diese Perspektive ist bestimmt durch ihren radikalen Glauben an die Bibel und an ihre Definition von Gott. Beides prägt ihr Weltbild. Ein Weltbild, das von Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten bestimmt wird.

Von Hugo StammDer Bund

Ein Beispiel für diese These ist Andreas Maurer, Maschineningenieur und Dr. theol. Der 61-jährige Theologe promovierte zum Thema «Christentum und Islam, Bekehrungsmotive von Christen und Muslimen». Er gehört zu den wenigen Theologen, die sich auch im Islam auskennen. Und wie bei vielen Freikirchlern macht auch Maurer seine Passion zur Mission. Doch das ist schwierig: Wie missioniert man Muslime? Man mag den Auftrag von Gott erhalten haben, doch man gerät trotzdem in Teufels Küche. Denn Muslime zu missionieren, ist mehr als delikat.

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  1. Die Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion

    Schöpfungsmythen – es geht um die Schöpfung von Kultur und nicht um die „Schöpfung von Natur“ – sind geniale metaphorische Beschreibungen der Makroökonomie einer Kultur. Die darin implizit enthaltenen Götter (künstliche Archetypen im kollektiv Unbewussten) bewirken „geistige Beschneidungen von Untertanen“, die in früheren Zeiten, als die Religion (Rückbindung auf künstliche Archetypen) noch eine exakte Wissenschaft und ein wesentlicher Bestandteil der geheimen Staatskunst war, dazu verwendet wurden, um eine größere Anzahl von zuvor in eigenständigen kleinen Dörfern (Urkommunismus) lebenden Menschen (nur bis zu etwa 150 menschliche Individuen können sich alle noch gegenseitig kennen) zu einer übergeordneten, arbeitsteiligen Kultur zusammenzufügen.

    Die rückständige und noch immer gegenwärtige Kulturstufe der Menschheit basiert auf dem künstlichen Archetyp Jahwe = Investor (jahwistische Schicht des alten Testamentes), der nachträglich vom künstlichen Archetyp Elohim = Kapitalismus (priesterliche Schicht) mit der verzweifelten Absicht im kollektiv Unbewussten verfestigt wurde, die Menschheit durch die bittere Erfahrung immer neuer zwangsläufiger Kriege (Wahnsinn mit Methode) zu der Erkenntnis zu bringen, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen über leistungslose Kapitaleinkommen beendet wird (Erlösung). Damit wurde der Krieg zum Vater aller Dinge, aber aus Schaden soll der Mensch schließlich klug werden. So hat sich mittlerweile in der katholischen Priesterschaft herumgesprochen, dass Frauen nicht „sündiger“ sind als Männer, während der islamischen Priesterschaft diese Einsicht noch etwas schwer fällt. Auf der anderen Seite akzeptieren die Allah-Gläubigen (der Prophet Mohammed machte mit dem Koran den heute für Juden und Christen „ersten“ Schöpfungsmythos wieder rückgängig) eher als die Gottesgläubigen, dass das Finanzkapital (Eva) dem Sachkapital (Adam) keinen leistungslosen Kapitalgewinn (Frucht vom Baum der Erkenntnis) abfordern darf. Die Entscheidung, welche Priesterschaft die „klügere“ ist, steht also noch aus. Doch wenn die Priester den Sinn ihres anfänglichen Schöpfungsmythos wieder verstanden haben, dürfen wir zuversichtlich hoffen, dass beide Priesterschaften endlich aus ihren Träumen erwachen:

    Die Rückkehr ins Paradies

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