Das Schächten und die Ablehnung alles Religiösen


Bild. tagesspiegel.de
Glaube und Tierquälerei. Das Schlachten von Tieren wie die Abscheu davor gehören zur Conditio humana. Aber wehe, wenn auch noch Religion mitspielt.

Von Hans WinklerDie Presse.com

Was muss das für eine Religion sein, die Bräuche hat wie das Schächten von Tieren!“, sagte ein Freund voll Empörung zu mir. „Wie kann man eine solche Tierquälerei als Teil seines Glaubens praktizieren? Das ist mir völlig unverständlich. Was sagst du als religiöser Mensch dazu?“ Anlass für das Gespräch war der Beschluss des polnischen Parlaments, in einem Tierschutzgesetz keine Ausnahme für das Schächten zu gewähren, das eine religiöse Vorschrift bei Juden und Moslems ist.

Ich zögerte zuerst mit einer Antwort und versuchte es dann so: Zunächst einmal halte ich mich mit einem Verdammungsurteil über einen religiösen Brauch zurück, weil ich grundsätzlich jeder Religion mit Respekt begegne, auch wenn ich ihre Glaubensinhalte nicht teile und mir manche ihrer Bräuche unverständlich sind oder ich sie als abstoßend empfinde – was beim Schächten durch Juden und Moslems für mich übrigens nicht der Fall ist.

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1 Comment

  1. Es gibt noch andere grausame bronzezeitliche „Folklore“ als das grausame Ausbluten von Tieren, der vernunftbegabte Menschen – trotz der Aufklärung – heute noch nachhängen….obwohl wir durch die Biologie – wie durch die Neurowissenschaften wissen, das mindestens Säugetiere wie die „Krone der Schöpfung“ fühlen….. 😉

    Wie wäre es denn mit der religiösen Toleranz bei der Witwenverbrennung, die im Hinduismus seit Jahrtausenden praktiziert wird ? 😉 Sollten wir vielleicht religiöse Toleranz durch öffentliche Verbrennungspätzen an den Ufer des Rheins, der Weser oder der Elbe unter Beweis stellen? 😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Witwenverbrennung
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8481237.html

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