Bundestagswahl: Was die Parteien zur Reformationsfeier sagen


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Am 31. Oktober 2017, dem 500. Jahrestag des berühmten Thesenanschlags von Martin Luther (1483-1517) in Wittenberg, dürfte die übernächste Bundestagswahl vorbei sein. Doch bereits im aktuellen Wahlkampf für die Entscheidung vom 22. September spielt das Reformationsjubiläum eine gewisse Rolle. Wir haben die im Bundestag vertretenen Parteien gefragt, welche historische und kirchenpolitische Bedeutung sie Luthers Thesenanschlag für Geschichte und Gegenwart beimessen – und ob sie finden, dass der Reformationstag 2017 ein bundesweiter Feiertag werden soll.

Von Bernd Buchner und Paul Croneevangelisch.de

CDU/CSU

„CDU und CSU unterstützen die Vorbereitung und Durchführung des Reformationsjubiläums“, erklärt die Beauftragte der Unionsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Maria Flachsbarth. Die Feiern böten auch in der gegenwärtigen Lutherdekade Gelegenheit, daran zu erinnern, „dass unser Land und unsere Wertordnung insbesondere christlich geprägt sind“. Die Reformation sei nicht nur ein nationales Ereignis, sondern habe „weltweit bedeutende Auswirkungen“ gehabt, so die CDU-Politikerin.

Die Bundesregierung fördert nach Flachsbarths Worten seit 2011 den Erhalt und die Sanierung der bedeutenden Reformationsstätten in Deutschland sowie kulturelle Projekte, etwa Ausstellungen, musikalische Veranstaltungen oder Tagungen. Das Förderprogramm “Reformationsjubiläum 2017“ sei dazu mit fünf Millionen Euro im Jahr ausgestattet. Auch die Zivilgesellschaft solle ermuntert werden, sich an der Gestaltung des Reformationsjubiläums zu beteiligen.

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