Religionen: Schwarz-grüner Kulturkampf zur Bundestagswahl


Sie ist die aufstrebende Frau in der CDU, er die streitbare Kultfigur der Grünen. Julia Klöckner und Hans-Christian Ströbele – unterschiedlicher können Politiker nicht sein. Im Blog-Duell von YAHOO! zur Bundestagswahl ringen sie jede Woche um die besten Argumente. Heute attackiert Julia Klöckner ihren Kontrahenten wegen „Umtriebe der Grünen“ in dessen Wahlkreis, und sie sagt: „Wer ‚König von Kreuzberg‘ sein will, der sollte für alle Menschen da sein. Nicht nur für die, die mit der Religion nichts am Hut haben wollen.“

Von Julia KlöcknerBlogduell/yahoo.de

Lieber Herr Ströbele, mir hat es in der Tat die Sprache verschlagen. Ich meine dabei nicht die Tatsache, dass Sie sich beim Thema Bahnchaos winden wie ein Aal, wenn es um die Verfehlungen unter rot-grüner Regierungsverantwortung geht. Die Suppe hat uns die Regierung Schröder eingebrockt, die die Bahn für den Börsengang frisierte. Da wurden Strukturen zerstört, die so schnell nicht wieder aufgebaut werden können. Die Fahrgäste in Mainz dürfen diese Suppe jetzt auslöffeln.

Was mich vor ein paar Tagen wirklich sprachlos machte, sind die Umtriebe der Grünen im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg. Innerparteilich werden Sie ja allzu gerne als „König von Kreuzberg“ bezeichnet. Klammheimlich wurde mit den Stimmen von Grünen, SPD und Piraten im Bezirksparlament beschlossen, dass die Bezirksmedaille nicht mehr an Bürger vergeben werden darf, wenn sie sich im Rahmen einer religiösen Gemeinschaft engagieren. Ausgerechnet im toleranten, weltoffenen und multikulturellen Berlin Kreuzberg führen Sie mit Ihrer Partei den Kampf gegen die Religionen. Wer hätte gedacht, dass Grün und Rot so richtungslos sind.

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