Bündniserklärung 2013: Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!


sexuelle_SelbstbestimmungAm 21. September wird vor dem Bundeskanzleramt in Berlin erneut ein „Marsch für das Leben“ beginnen. Abtreibungsgegner_innen fordern dabei das totale Verbot und die Bestrafung aller Schwangerschaftsabbrüche – nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Allen Mädchen und Frauen soll die Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben und ihren Körper abgesprochen werden.

sexuelle-selbstbestimmung.de

Die ideologische Grundlage der Teilnehmer_innen des Marsches bildet ein reaktionäres, christlich-fundamentalistisches Weltbild, in dem der Schwangerschaftsabbruch als eine „vorgeburtliche Kindstötung“ dagerstellt wird. Der dort vertretene Begriff des „Lebensschutzes“ beinhaltet die totale Kontrolle über Frauen und die Rekonstruktion der „alten Ordnung“ mit der „heiligen Familie“.

Die in Deutschland gelebte Realität sieht jedoch anders aus, als es sich reaktionäre Gruppen wünschen. Frauen und Männer leben in vielfältigen selbst gewählten Zusammenhängen, z.B. in Patchworkfamilien, als gleichgeschlechtliche Paare, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene) Kinder.

Die Gegner_innen des Rechts auf einen Schwangerschaftsabbruch wollen eine Stimmung schaffen, in der dieser als unmoralische Handlung oder sogar als Mord gilt und gesellschaftlich geächtet wird.

In militanten Aktionen – wie „Gehsteig-Beratungen“ vor medizinischen Einrichtungen, Diffamierung von Mediziner_innen als „Massentöter“ und Verleumdung von Fachkräften auf Internetseiten, Falschaussagen über Schwangerschaftsverläufe und biologische Fakten etc. – werden Frauen  eingeschüchtert und bedrängt.

weiterlesen

Download als PDF