„Cerebrale Organoide“: Wort&Wissen weiß Bescheid


Studiengemeinschaft Wort + WissenKann es Wissenschaftlern gelingen, ein menschliches Gehirn zu erschaffen? Über diese Frage wird angesichts eines Berichts in der Zeitschrift „Nature“ (London) diskutiert. Danach soll ein britisch-österreichisches Forscherteam in einem Bioreaktor aus Stammzellen „Minigehirne“ hergestellt haben – sogenannte „Cerebrale Organoide“. Sie seien nur vier Millimeter groß, hätten aber unter anderem Anteile des Großhirns und des Hippocampus – einer für das Gedächtnis zuständigen Region. Das Gewebe wurde aus Stammzellen von Embryonen und Hautzellen eines Menschen gewonnen.

kath.net

Ärzte für das Leben“: Keine embryonalen Stammzellen verwenden

Wie bewerten christliche Experten diese Entwicklung? Der Vorsitzende der Organisation „Ärzte für das Leben“, der Laborarzt Prof. Paul Cullen (Münster), kritisiert die „propagandistische Ausschlachtung“ des Themas in den Medien. Bei dem Forschungsprojekt gehe es nicht um die Erschaffung eines vollständigen Gehirns. Anlass sei vielmehr die Erforschung eines angeborenen Kleinwuchses des Gehirns, der „Mikrozephalie“. Die Wissenschaftler hätten eine Art Gewebemodell gezüchtet, um damit die Entwicklung des Gehirns zu untersuchen, sagte Cullen auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Dies sei grundsätzlich sinnvoll, wenn dies mit Hilfe adulter (erwachsener) Stammzellen geschehe.

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