Missbrauchsbeauftragter Rörig: Ein Opfervertreter auf Zeit


Bild: WAZ
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Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fordert die Einrichtung einer unabhängigen Kommission, die Missbrauchsfälle in kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen aufarbeitet. Über die Ergebnisse soll der Bundestag regelmäßig informiert werden.

Deutschlandfunk

Als der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, am Donnerstag Bilanz zog, erneuerte er eine Forderung, die Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zunächst abgelehnt hat: Die Einrichtung einer unabhängigen Kommission, die Missbrauchsfälle in kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen aufarbeitet. Rörig sagte, damit Missbrauch wirksam bekämpft werden könne, „müssen wir wissen, was war und was ist“. Er mahnte Kirchen und öffentliche Einrichtungen, die Aufarbeitung aber auch selbst voranzutreiben.

Der Missbrauchsbeauftragte Rörig beabsichtigt mit dem Gremium, Ausmaß und Folgen sexuellen Missbrauchs zu untersuchen – ähnlich wie die sogenannte Ryan-Kommission in Irland. Über die Ergebnisse soll der Bundestag regelmäßig informiert werden. Wichtig sei es, einen Überblick über Missbrauch zu gewinnen, auch in Familien, hatte Rörig bei einem Treffen mit Betroffenen im April erklärt. Erst dann könnten bessere Schutzvorkehrungen getroffen werden.

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1 Comment

  1. …es wurde nun politisch genug lamentiert… 😉

    …wir brauchen keine neuen Stellen beim Staat, in Diskussionsrunden oder an Runden Tischen, sondern rigorose Kinderschutzgesetze á la Frankreich, Strafverfolgung ohne Scheu vor den Schwarzkitteln, eine Entschädigung auch der kirchlichen Opfer, die der Kirche den weiteren Spass an einer 2000 Jährigen „Liturgie des Kindsmissbrauchs“ verleitet, auch wenn kirchliche Lobbyisten weiterhin Sand ins politische Getriebe schmeissen. 😉

    Warum wird der Vatikan nicht aufgefordert, die auf Anordnung Ratzingers im Vatikan gebunkerten Personalakten der geistlichen Strolche endlich der Stastsanwaltschaft zu übergeben, andernfalls das Reichskonkordat Hitlers von 1933 umgehend zu kündigen.? 😉

    Wer hilft den Opfern kirchlichen Missbrauchs an angemessene Schadensersatzzahlungen für die lebenslangen Wunden zu kommen….ohne Spiessrutenlaufen bei der Täterorganisation und nicht aus der Kirchlichen „Portokasse“, sondern wie in den USA 100.000US$ = 81.300 € pro missbrauchtes Kind im Schnitt! Zur Zeit drückt sich die Katholische Kirche ganz im Sinne der bekannten Werbung „Geiz ist geil“, um eine angemessenen Opferentschädigung für die tausendfach begangene Taten gibt aber Vermögen für die wissenschaftliche Erforschung kirchlicher Pädophilie aus. 😉

    Da ausser Palawer nichts passiert, bleibt wahrscheinlich nur noch in bürgerlicher Selbsthilfe an Kirchlichen Institutionen mit Kinder- und jugendlichen Erziehungsprogrammen einschlägige Warnschilder anzubringen : 😉

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