Brauchen Staat und Kirche mehr Distanz?


ARD-Film „Koalition der Frommen“ beleuchtet das Verhältnis – Alexander Kissler: Kirche würde von mehr Distanz zum Staat profitieren. Die „Versippung“ beider Bereiche führe dazu, dass die Kirche „Beißhemmungen“ gegenüber der Politik habe

kath.net

Wie viel Religion verträgt der Rechtsstaat? Braucht er eine stärkere Distanz zu den Kirchen, und sind kirchliche Vorrechte noch zeitgemäß? Mit diesen Fragen befasste sich der Film „Koalition der Frommen“, der am 4. September in der ARD ausgestrahlt wurde. Wie es in dem Beitrag von Tilman Jens (Frankfurt am Main) hieß, verlören die beiden Volkskirchen immer mehr an Bedeutung. Sie seien nur noch zwei spirituelle Anbieter unter vielen: „Und die Talfahrt ist nicht gestoppt.“ Viele Probleme schienen hausgemacht. Als Beispiele werden genannt: die Selbstgerechtigkeit mancher Würdenträger, die Ungleichbehandlung von Mann und Frau, der schleppende Fortgang der Ökumene und der sexuelle Missbrauch in den Reihen der Kirchen. Die kirchlichen Privilegien blieben jedoch unangetastet. Dies kritisiert der jüdische Historiker und Publizist Michael Wolffsohn (München) in dem Film: „Es ist mehr und mehr eine Posse geworden, wenn bei moralisch akzentuierten Veranstaltungen die Würdenträger der religiösen Gemeinschaften ganz vorne sitzen.“

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