Macht der Mikroben: Wie viele bin ich?


Manche Mikroben kommen gefährlich daher – als Killer gar. Bild:dpa
Der Mensch ist die Summe seiner Gene, verkündeten Forscher einst. Der Mensch ist die Summe seiner Mikroben, erklären Wissenschaftler jetzt.

Von Emilia Smechowskitaz

Es begab sich zu einer Zeit, als der Forscher Craig Venter loszog, das Human Genome Project bei der Entschlüsselung des menschlichen Genoms zu überholen. Venter verkündete im Jahr 2000, er wolle das komplette menschliche Genom entschlüsseln. Die FAZ druckte eine Reihe von Gen-Sequenzen. Unterschiedlichste Kombinationen von ATCG, CGAT, TAGC überall.

Plötzlich wirkte so viel bedeutungsvoller, was man sonst so in der Schule lernte. Welche Augenfarbe aus grün (Frau) und blau (Mann) entsteht, wenn beide ein Kind zeugen. Ob wir lange oder kurze Beine haben, die Form unserer Nase – all das bestimmen die Gene, die wir vererbt bekommen.

Der Mensch also, ein Genprodukt, fertig und unveränderbar wie ein produziertes Auto?

Das wäre ein bisschen zu einfach, klar. Wir verändern uns ständig. Und wir – das sind viele. Das wird jetzt immer deutlicher.

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