Italien: Rechtspopulisten in Verona verbieten Kampagne „Gut ohne Gott“


Der von der rechtspopulistischen Partei Lega Nord dominierte Stadtrat von Verona hat den italienischen Humanisten unter Strafandrohung untersagt, Plakate der im Juni gestarteten Kampagne „Gut ohne Gott“ auszuhängen.

Diesseits.de – Thomas Hummitzsch

Drei mal sechs Meter groß sind die Plakate, die aktuell in zahlreichen italienischen Städten Werbung für Humanismus und Glaubensfreiheit machen. In Verona wurden sie nun von der rechtspopulistischen Kommunalregierung verboten (Bild: UAAR)
Drei mal sechs Meter groß sind die Plakate, die aktuell in zahlreichen italienischen Städten Werbung für Humanismus und Glaubensfreiheit machen. In Verona wurden sie nun von der rechtspopulistischen Kommunalregierung verboten (Bild: UAAR)

Seit Ende Mai kann man in mehreren italienischen Städten großformatige Plakate mit der Aufschrift „10 Millionen Italiener leben gut ohne D“ entdecken. Angebracht wurden sie von den italienischen Humanisten (Union der Atheisten, Agnostiker und Rationalisten – UAAR), um die Sichtbarkeit und das Ansehen von Konfessionsfreien und Nicht-Gläubigen im Land zu stärken. Das D auf den Plakaten steht für Dio (dt. Gott). Auf dem Plakat steht Dio mit einem durchgestrichenen D, so dass io (dt. ich) stehen bleibt (diesseits berichtete).

Diese drei mal sechs Meter großen Plakate sind nach Ansicht des Stadtrats von Verona, der fest in der Hand der rechtspopulistischen Partei Lega Nord ist, „potentiell schädlich für Religionen“. Mit dieser Begründung hat die Stadtverwaltung der UAAR verboten, zehn der bereits nach den kommunalen Vorgaben gedruckten Aushänge anzubringen. Bei Zuwiderhandlung werde eine Geldstrafe von 2.200 Euro fällig.

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3 Comments

  1. @biersauer
    Du hast zwar Recht mit dem Verbot des Islams, nur was dann. Da gibt es weltweit gut 1,2 Milliarden Analphabeten, gut 30% davon haben einen Fernseher oder die Möglichkeit bei Bekannten Programme zu sehen. Gut 50% haben nicht einmal Strom und Sonstiges, deren Welt ist so weit weg wie der Mond.

    Diese 30% verstehen nicht einmal Hocharabisch, noch könnten sie ihren Dialekt lesen, gebe es den in Schriftform. Genausowenig verstehen sie Werbung, Bilder mit Texten und dergleichen. Alles arabische ist natürlich wahr im Fernsehen, der Mullah sagt es und Allah will es so. Das einzig wichtige für sie sind im Fernsehen die arabischen Schmalzopern von glorreich tapferen Männern und bösen Schwiegermüttern, meist so dick und fett wie eine Straßenwalze

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  2. In Russland ist immer noch Werbung für Homosexualität verboten, in Verona die Werbung für’s Gottlose und in NRW am Karfeitag die Werbung für den Film über einen lustigen Palästinenser während der römischen Besatzung „Das Leben des Brian“, sowie Musik und Tanz bundesweit…mehr Meinungsfreiheit tut immer noch Not. 😉

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