Bistum Limburg: Sexueller Missbrauch von Heimkindern


Vincenzstift Aulhausen
Vincenzstift Aulhausen

In zwei katholischen Heimen im Bistum Limburg sind vor Jahrzehnten laut einer Studie 55 Kinder und Jugendliche Opfer sexueller Übergriffe geworden – weit mehr als bekannt. Die Ergebnisse der Studie überstiegen alles, „was ich mir jemals vorgestellt habe“, betonte Geschäftsführer Casper Söling.

heute.de

Sexuellen Missbrauch und Misshandlungen von Heimkindern in den Nachkriegsjahren hat eine wissenschaftliche Studie für zwei katholische Einrichtungen im Bistum Limburg untersucht. Aus dem St. Vincenzstift Aulhausen bei Rüdesheim und aus dem Jugendheim Marienhausen hätten sich bislang allein 55 Personen wegen sexueller Übergriffe bis hin zu Vergewaltigungen gemeldet, teilte der Geschäftsführer der Sankt Vincenzstift gGmbH und Träger der heutigen Jugendhilfe Marienhausen, Caspar Söling, in Rüdesheim mit.

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7 Comments

  1. Auch ich bin ein ehemaliges Heimkind-ich hab erlebt was für Bestien manche -SR.Maria-so fingen ihre Namen an gewesen sind..,denn da wo andere ein Herz haben ,haben die Steine gehabt..viele von dieser Sorte sind schon gestorben..man kann sie nicht mal zue Rechenschaft ziehen,wenn das überhaupt möglich wäre,denn die Verantwortlichen und das ist nun mal die Kirche ist nun mal unantastbar.

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  2. Caspar Söling hat übrigens – in Abstimmung mit von Camphausen, dem vorigen Bischof von Limburg – bei dem einzigen Humansoziobiologen Deutschlands, bei Eckart Voland (GBS), promoviert.

    Interessant, welchen beruflichen Weg solche theologisch inspirierten Soziobiologie-Interessierten dann nehmen … Michael Blume ist ja ein ähnlicher Fall.

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  3. Das Prinzip Kirche und Gottglauben und die damit zusammenhängenden Machenschaften, lassen einem zwangsläufig auch am „Glauben an die Menschheit“, zweifeln. Das ist aber leider der einzige Glaube, der für die Zukunft und das Überleben unserer Spezies ausschlaggebend sein könnte. Was die klerikalen, religiotischen Geisterverkünder als „wahren Glauben“ verkaufen, ist nichts anderes als die skrupellose Täuschung von einfältigen Mitmenschen, zur bequemen Befriedigung ihrer eigenen, perversen Veranlagung und ihrer morbiden, selbstsüchtigen Bedürfnisse.

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  4. @Peter Hochheiser
    Bei den enormen Kosten für die Bischofsresidenz sollte jedem klar sein, das für so seltene Vorkommnisse als Einzelfälle keine finanzielle Entschädigung der Opfer mehr möglich ist. Außerdem hat der Vorsitzende der Bischofskonferenz eindeutig festgestellt, sexuelle Mißbrauchsopfer sind geldgierig (Ende Satire)

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  5. Die miserablen Zustände in Marienhausen sind seit mindestens 40 Jahren publik. Der seinerzeit prominente Kindermörder Jürgen Bartsch durfte dort einen Teil seiner pubertären Sozialisation geniessen. In Paul Moor „Das Selbstportrait des Jürgen Bartsch“ (Fischer TB von 1972) kann man ab S. 105 nachlesen über „die Hölle, wenn auch nur eine katholische“, über die „stete Schlägerei im Priesterrock“, „die sadistischen Strafen“, „die verbotene Kinderarbeit“ usw mit drastischen Beispielen.
    Über diese Misshandlungen heute als Insider sich empört zu zeigen, von nichts gewusst zu haben, ist unglaubwürdig.

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