Firmen kämpfen gegen Reformations-Feiertag


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Am 31. Oktober 2017 begehen Protestanten den 500. Jahrestag der Reformation. In NRW könnte dann die Arbeit ruhen – zum Unwillen der Unternehmer.

Der Westen – Tobias Blasius

Der Einfluss der Reformation auf das Wirtschaftsleben in Deutschland wird von historisch kundigen Managern gern herausgestellt. Die protestantische Ethik hat die moderne Industriegesellschaft entscheidend mitgeprägt, evangelische Pfarrhäuser galten über Jahrhunderte als Impulsgeber für Bildung und Gewerbefleiß. Doch mit dem 500. Jahrestag des Reformationsbeginns, dem 31. Oktober 2017, haben die Unternehmer in NRW ihre liebe Not.

Die rot-grüne Landesregierung will diesen Tag per Gesetz zum einmaligen Feiertag erklären. So haben es bereits Bremen, Niedersachsen und Hamburg gehalten. Aus Baden-Württemberg gibt es eine Absichtserklärung. „Die Epoche der Reformation hat Europa nicht nur in religiöser Hinsicht, sondern auch mit Blick auf Bildung, Kultur und Politik nachhaltig geprägt und weltweit Spuren hinterlassen“, hatte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) das Vorhaben zuletzt begründet. In der Wirtschaft wächst jedoch das Unbehagen.

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