Willkommen im Anthropozän: Das neue Verständnis von Natur, Kultur und Technik in der Menschenzeit


Bild: urania
Vom Klimawandel bis zur synthetischen Biologie ist die Erde heute von Phänomenen geprägt, die es schwer machen, klare Grenzen zwischen Natur und Kultur zu erkennen.

URANIA

75% der Landoberfläche sind nicht mehr natürlich, der Mensch dominiert Wasserkreislauf, Sedimentation, Stoffflüsse, Organismen und Klima, wir sind zu einem „geologischen“ Faktor geworden. Dadurch haben wir die umweltstabile Epoche des Holozäns verlassen und sind in ein neues Erdzeitalter, das Anthropozän eingetreten, bei dem die Wissenschaft derzeit diskutiert, wo es beginnen soll. Zugleich lässt sich dieses Anthropozän als Beginn einer neuen Gesamtsicht von der Rolle des Menschen auf der Erde interpretieren, bei dem die Unterschiede zwischen Natur, Kultur und Technik zugunsten einer integrierten Sichtweise aufgehen. Könnte sich aus dieser „neu-humboldtianischen“ Sichtweise auf die Welt eine neue Verantwortlichkeit, eine neue Ethik sowie ein neues Handeln ergeben?

Die nächste Kosmos-Vorlesung findet am 02.10. um 19.30 Uhr zum Thema „Wir transformieren uns: Wie Politik und Gesellschaft nachhaltig das Anthropozän gestalten können“ statt.

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Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, FB Geowissenschaften, FU Berlin, Fellow am Rachel Carson Center for Environment and Society, LMU München, Kuratoriumsmitglied Deutsches Museum,München