„Borgia“: Papst Alexander VI. war der erste Mafia-Pate


Papst Alexander VI. Gemälde von Cristofano dell'Altissimo (1525–1605). Museum Corridoio Vasariano in Florenz
Papst Alexander VI. Gemälde von Cristofano dell’Altissimo (1525–1605). Museum Corridoio Vasariano in Florenz

Macht und Geld, Sex und Gewalt: Die ZDF-Serie inszeniert Papst Alexander VI. als den ersten Paten. Die europäische Koproduktion hat einen beispiellosen Aufwand getrieben. Dennoch überzeugt das Ergebnis längst nicht immer.

Der Westen

[…] Im Fall Alexander VI. ist das nur die halbe Wahrheit, wenn nicht weniger. Dem Renaissance-Papst ging es neben Geld auch um Macht und Sex. Es war der schrille Dreiklang seiner ganzen Familie „Borgia“ (ZDF, Montag, 20.15 Uhr). In der ersten zwölfteiligen Staffel von Serien-Erfinder Tom Fontana steigt der spanische Adlige Rodrigo Borgia durch beispiellose Intrigen zum Papst auf. Nebenher zeugt er Kinder, darunter Lucrezia (Isolda Dychauk) und Cesare (Mark Ryder). Während der Vater, historisch verbürgt, seine Tochter als heiratspolitische Schachfigur benutzt, wird der ebenso hochmütige wie abgründige Cesare in eine Kirchen-Karriere gedrängt. Gottesmänner in der Hölle des Lasters. Dieser Stoff, vom Historiker Volker Reinhardt in seinem Abriss „Die Borgia“ (C. H. Beck, 128 S.) skizziert, rief nicht nach Verfilmung; er schrie danach.

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2 Comments

  1. Man muss der Person gerecht werden, er war wohl der verkommenste Drecksack auem Papstthron, brutal, krass egoistisch nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Ein typischer Christenmensch wie die heutigen Bischöfe in Limburg, Regensburg, Augsburg und sonstwo

    Beim Konzil von Konstanz (1414-1418 n.C.) unter Bischof Rupert gehören über 700 Huren zum Tross der Kirchenmänner, nach Ulrich von Richental leben bis zu 30 Nutten in Hurenhäusern mit oder lagern in Ställen. Dem Bischof bringen die Nutten in der Stadt Bordellsteuern bis zu 2.000 Gulden jährlich ein, die RKK agiert Jahrhunderte als Zuhälter und beutet die Bordelle aus. Die religiöse Christenmoral gilt nur fürs gemeine Volk, die Bischöfe saufen, zocken und huren sich durch Bordelle und missbrauchen seit Anbeginn kleine Kinder. Papst Urban V (Guillaume Grimoard) verfügt 1367 n.C. alle Kleriker haben bei Strafe ihre Konkubinen zu entlassen, keiner hält sich dran. Papst Klemens VI (Pierre Roger) kauft urkundlich im Auftrag von Jesus Christus den Puff einer Arztwitwe und betreibt ihn mit Jesus als Zuhälter. Papst Sixtus IV (Francesco della Rovere), Alexander VI (Rodrigo Borgia), Pius III (Francesco Todeschini Piccolomini), Julius II (Giuliano della Rovere) und Leo X (Giovanni de Medici) betreiben den Vatikan Puff als lukrative Geldquelle. Ein „Capitaneus Prostibuli de Ponte Sixto“ als Christi Stellvertreter kassiert 2 Carlini/Monat/Nutte für die Vatikan typische göttliche Form christlicher Nächstenliebe.

    Papst Alexander VI hat mit der Mätresse Vanozza de Cattanei 4 Kinder und beschläft die geile Nutte Giulia Farnese von nur 14 Jahren. Der Papst ernennt als Liebeslohn den Bruder seiner Kindsnutte zum Kardinal, der wird später sogar zum Papst Paul III (1534-1549 n.C.) gewählt. Kardinal Cornaro betreibt Unzucht mit der Kurtisane Doralice, die Kurtisane Saltarella und Isabella de Luna haben mit 5 Kardinälen gleichzeitig „gespeist“. Rom hat bei 53.000 Einwohnern etwa 6.800 Huren, wie Berichte von Thomas Coryate, Michel de Montaigne, Arnold Buchell, Bartholomäus Sastrow, Richard Lassels und Philipp Eduard Fugger schildern. Papst Pius IV (Giovanni Angelo de Medici) verbannt 1566 n.C. erfolglos die Huren aus dem Vatikan.

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