Dreißig Silberschekel für einen Menschen


Dreißig Silberschekel waren zu Zeit des Neuen Testaments der Preis für einen Menschen. Foto: epd-bild/Thomas Rohnke
Münzen waren im antiken Jerusalem mehr als nur ein Zahlungsmittel: Sie enthielten politische Botschaften und waren Symbole für Freiheit und Glauben – und manchmal auch für den Widerstand der Juden gegen die verhassten Römer.

Von Stephanie von Selchowevangelisch.de

Da liegen sie in einer Vitrine im Frankfurter Bibelmuseum: Dreißig Silberschekel – nach der Bibel die Summe, für die Jesus an die Römer verraten wurde. „Dreißig Silberlinge kostete auch ein Sklave auf dem römischen Markt“, erklärt Jürgen Schefzyk, Direktor des Bibelhaus Erlebnis Museums, „soviel kostete also zu damaligen Zeiten ein Mensch“.

Die ausgestellten Münzen sind rund 2000 Jahre alt. Sie stammen aus Tyros, in der Antike eine wichtige Handelsstadt am Mittelmeer. Auf der Münze ist vorne der Kopf des Stadtgottes „Baal Melqart“ zu sehen, auf der Rückseite ein Adler oder Geier mit Palmzweig und Keule, der auch auf dem Stadtwappen von Tyros abgebildet ist.

weiterlesen

2 Comments

  1. Ich glaube – genau weiß ich es auch nicht – hier liegt ein großes Problem der zeitlichen Zurodnung vor. Einerseits haben sich die Bewohner von Tyros (unter 500) und anderen Handelsplätzen der Phönizier ab 800 den Tributauflagem der Assyrer entzogen und im westlchen Mittelmeer neue Kolonien gegründet. Karthago war die größte, aber auch Cadiz/Spanien ist bekannt. Hannibal wurde in Cadiz geboren/aufgeogen und verehrte den Gott Melkat (Baal), das Museum ist sehr bekannt

    Der Mithras Kult ist beim römischen Militär stark verbreitet, die Melkart Variante nutzt Hannibal (245-183 v.C.) in Cádiz. In Palästina sind die Pharisäer der Thora treu mit Auferstehung nach dem Tod und Bestrafung der Sünden, ihr Messias kommt nur nicht.

    Der Mithras Kult entsteht um 1800 v.C. im persischen Baktrien, Zarathustra (630-553 v.C.) legt viele Details fest, das römische Militär praktiziert ihn bis 400 n.C. Dem Weltengott Ahura-Mazda wird am 25. Dezember von einer Jungfrau Gott Mithras (Anahita) geboren. Der Mithras Kult hat wie der Jesus-Kult 12 Apostel, 7 Sakramente, Sintflut, Abendmahl, Wunder von Saoschjant, Seelenkult als Auferstehung, Endzeit als jüngstes Gericht, Taufe, keusches Leben, den Teufel Anromainyus und die Eucharistie mit Brot und Wein. Außer der Jesus Fabel ist das Repertoire des späteren Katholizismus zu 100% vorhanden. Für Clemens von Alexandria ist Christi Geburt am 17. November, andere Heilige tendieren zum 20. Mai oder 19. April. Eine Art Weihnachten wird schon 200 v.C. im Januar (11.ter Tybi) zu Ehren des ägyptischen Osiris gefeiert. Nach Furius Dionysius Filocalus 354 n.C. wird Christi Geburt dann auf den 25. Dezember verlegt.

    Die religiöse Geschichtsschreibung ist wie immer ein Witz. Der famose Tempel in Jerualem erbaut von Großkönig Herodes als römischer Vasall stammt gar nicht von ihm, im Fundament werden Münzen von Agrippa I gefunden. Unter Agrippa I war Herodes schon 20 – 30 Jahre eine stinkende Leiche, aber in der heiligen Eucharistie kennen Christen das Saufen von Blut und Fressen von Aass seit Jahrtausend Jahre toter Zombies nur zu gut. An diesem Kannibalismus nehmen Merkat Gläubige immer teil

    Gefällt mir

  2. –> “soviel kostete also zu damaligen Zeiten ein Mensch”.
    Nein! Soviel kostete zu damaliger Zeit, in der Sklaven akzeptiert waren, ein Mann!. Frauen waren nur etwas wert, wenn sie jungfräulich, verheiratet oder verlobt waren. D.h. wenn sie dem Mann noch von Wert waren, das wurde aber auch gerne mal hintenangestellt, wenn man den wertvolleren Männern die jungfräulichen Töchter zur sexuellen Belustigung und Zwistvermeidung andiente.
    Das Frauenbild in der Bibel:
    [http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e24.htm

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.