Im Schatten der heiligen Mauern: Dunkle Machenschaften im Vatikan


Vatikanbank
Vatikanbank

Der Rücktritt Benedikts des XVI. versetzte die Welt in Erstaunen, bestürzte viele Katholiken und ließ die Medienmaschinerie heiß laufen. Ein ruhiges Pontifikat war Benedikt XVI. wahrlich nicht beschieden. Zuletzt wurden durch die Vatileaks-Affäre Intrigen und Korruptionsfälle innerhalb der Kurie publik. In der Vatikanbank IOR wurden sowohl Einkünfte der Mafia wie auch Schmiergelder italienischer Politiker gewaschen. Und selbst die Spuren von Mord und Entführung deuten hinter die heiligen Mauern.

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23 Millionen Euro, die von der Vatikanbank auf ein Konto der Bank JP Morgan in Frankfurt ohne Angabe des Empfängers und des Verwendungszwecks überwiesen worden waren, wurden von der Staatsanwaltschaft eingefroren. „Istituto per le opere religiose“, abgekürzt IOR, heißt die Vatikanbank offiziell. Das bedeutet: „Institut für die Werke der Religion“. Sie soll lediglich das Geld von Geistlichen und von kirchlichen Einrichtungen verwalten. Aber eben nur theoretisch. Die Banca d’Italia, die italienische Zentralbank, hatte die Überweisung als eine suspekte Transaktion angezeigt. Im September 2010 leitete daraufhin die Staatsanwaltschaft Rom Ermittlungen gegen den Präsidenten und den Generaldirektor der Vatikanbank ein – wegen Verdachts auf Geldwäsche.

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