„Dialog mit Atheisten ist ein reinigender Feuerbach“


Bild: tips.at
Fanatiker schaden jeder Religion und erschweren den Dialog untereinander. Das ist nur eine der vielen Gemeinsamkeiten, die Theologe Franz Gruber und der überzeugte Atheist Peter Kampits teilen. Und: Beide fordern, dass Religion Privatsache sein muss.

Von Christian HartlTips total regional

Hexenverbrennungen, Inquisition, Gewalt, Leid und Kriege im Namen Gottes: Die Liste der Verfehlungen der offiziellen Kirche ist lange. Sie in Frage zu stellen war lange Zeit nicht möglich. Erst mit dem zweiten Vatikanischen Konzil stellte sich die katholische Kirche diesen Brennpunkten und ließ den Dialog mit Atheisten zu. Das weiß auch Franz Gruber, Theologie und Dogmatikprofessor, der die Auseinandersetzung mit Atheisten als „reinigenden Feuerbach“ für die katholische Kirche versteht, da die nicht Gläubigen mit ihren Fragen, warum beispielsweise ein Gott so viel Leid zulasse, der „Kirche einen Spiegel vorgehalten habe“. Gruber: „Seither hat sich viel geändert: Die Kirche bekam die Möglichkeit zur Selbstkritik und Glaube wurde von der Staats- zur Privatsache. Aber: Der Glaube dient als Werte-Fundus“, sagt er, betont aber gleichzeitig, dass hier noch viel zu tun ist.

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2 Comments

  1. „Die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit ist wohl die, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde.“

    Arthur C. Clarke

    Die Religion aus den Bewohnern dieses kleinen blauen Planeten das gemacht hat, was wir heute sind:

    We made the mountains shake with laughter
    As we played hiding in our corner of the world
    Then we did the demon dance and rushed to nevermore
    Threw away the key and locked the door

    Oh they say that it’s over
    And it just had to be
    Yes they say that it’s over
    We’re lost children of the sea

    Ja, liebe Kinder, echte prophetische Musik findet sich immer dort, wo die Moralverkäufer sie am wenigsten erwarten, denn was ist schon die „Moral“ gegen Eigennutz = Gemeinnutz (wahre Nächstenliebe):

    „Heute, unter der Herrschaft der Monopole, widerstreitet die Betätigung des Eigennutzes oft genug dem gemeinen Wohl. Daher die gut gemeinten Ratschläge der Moralisten und Ethiker, den Eigennutz zu bekämpfen. Sie haben nicht begriffen, dass der Eigennutz an und für sich durchaus am Platze ist, und dass es nur einige rein technische Mängel unserer Wirtschaft sind, derentwegen der Eigennutz so häufig zu Ungerechtigkeiten führt. In einer monopolbefreiten Wirtschaft hingegen, in der es nur eine Art des Einkommens, den Lohn, geben wird, laufen Eigennutz und Gemeinnutz dauernd parallel. Je mehr die Einzelnen dann, ihrem Eigennutz gehorchend, arbeiten, umso besser werden sie den Interessen der Allgemeinheit dienen.
    Der heutige endlose Widerstreit zwischen Eigennutz und Gemeinnutzen ist eine ganz zwangsläufige Folge des herrschenden Geldstreik- und Bodenmonopols. Eine von diesen beiden Monopolen befreite Wirtschaft entzieht diesem Widerstreit für immer die Grundlage, weil in ihr der Mensch aus Eigennutz stets so handeln wird, wie es das Gemeininteresse erfordert. Die seit Jahrtausenden von Religionsgründern, Religionslehrern, Philosophen, Moralisten usw. aufrecht erhaltene Lehre von der Sündhaftigkeit der menschlichen Natur wegen ihrer Eigennützigkeit findet damit ein für allemal ihr Ende. Es ist keineswegs notwendig, dass wir, diesen Lehren folgend, uns durch Äonen hindurch abmühen, um uns selbst zu überwinden, um eines Tages vielleicht doch noch gemeinnützig zu werden – sondern wir können schon jetzt, heute, in dieser Stunde, die Verbrüderung der bisherigen Widersacher Eigennutz und Gemeinnutz vollziehen. Es ist dazu nicht erforderlich, dass wir den Menschen reformieren, es genügt vielmehr, wenn wir das fehlerhafte Menschenwerk, unser Geldwesen und Bodenrecht, ändern.“

    Otto Valentin (Die Lösung der Sozialen Frage, 1952)

    Wie können wir also glauben, dass die berühmteste Persönlichkeit der Welt, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert, nicht schon wusste, was wahre Nächstenliebe ist?

    Apokalypse

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  2. Da sitzt die moralisch verkommenste Saubande der Menschheit zusammen und beklagt das Leid. Wer produziert denn so viel Leid, es sind seit Anbeginn die Religionen mit der RKK als Vorreiter. Gut 12 der 193 Kardinäle und 200 der 5.600 Bischöfe sind Kinderficker, jeder von ihnen schützt an die 80 Priester als Nachahmer

    Eine Studie des John Jay College der City-Universität von 2010 ergibt 6.115 US-Priester (22 Bischöfe, 3303 Priester, 89 Nonnen, 215 Mönche, 50 Diakone, 21 Seminaristen), etwa 10% der US-Priester missbrauchen 16.324 Opfer sexuell, wahrscheinlich gibt es bis zu 100.000 Opfer. Eine Untersuchungskommission der Niederlande deckt 2011 bis zu 20.000 Fälle sexuellen Missbrauchs auf, verursacht von 800 Priestern, von denen 105 noch leben. Die irische Sektion der Kinderficker hat ca. 43.000 Missbrauchfälle in christlichen Kinderheimen als Arbeitssklaven. Über 10.000 Frauen müssen in katholischen Frauenhäusern ohne Lohn arbeiten, Heimkinder werden missbraucht und sogar ermordet. Die Orden „Mercy Sisters“, „Sisters of Our Lady of Charity“, „Schwestern von der Nächstenliebe“ und „Schwestern vom Guten Hirten“ verweigern in christlicher Nächstenliebe jegen Beitrag zum Ausgleichsfond, die 1,2 Milliarden € Entschädigung der Opfer zahlt der irische Steuerzahler. usw. usw.

    Karl Todt, Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt, und andere Diakonie-Leiter begeistert das neue Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Eine Pauline Kneissler aus der psychiatrischen Euthanasie-Anstalt Schloss Grafeneck wählt als guter Christ täglich Tag 70 Patienten aus, die vergast werden. Sie kommentiert ihre Tat, dass dieser Tod nicht schlimm sei, weil „Tod durch Gas nicht wehtut“. Der EKD-Präses Mensing-Braun bescheinigt 1960 dem Massenmörder und ex-Parteigenossen Eichmann eine „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“.

    Die Gemetzel (in Kroatioen) waren sogar italienischen Faschisten zuviel, Conrado Soli schreibt zum morden der RKK Priester und Mönche: „Sie schlachten, töten, begraben lebendige Menschen in Gräbern, stürzen Tote in Flüsse und Meere oder werfen sie in Schluchten“. Der Franziskaner Srecko Peric sagt: „Kroatische Brüder, geht und schlachtet alle Serben ab. Wenn ihr damit fertig seid, kommt in die Kirche, damit ich euch die Beichte abnehmen kann und eure Sünden vergeben“

    Wie also funktioniert christliche Nächstenliebe. Ich erschlage jemanden, klaue dessen Hab und Gut, vergewaltige die Frau, ficke seine Kinder ausgiebig und gehe danach zur Beichte. Nach 12 Vaterunser und einer 10.000 € Spende dem Priester bar in die Hand gedrückt, schon bin ich meine Sünden los

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