U. Kutschera: Gegen die Gleichstellung von Glaube und Erkenntnis


U.Kutschera, Design-Fehler in der Natur; Verlag: LIT, Münster ISBN: 9783643121332 19,90 €
In der Natur passen Form und Funktion oft perfekt zusammen. Was nach wissenschaftlicher Beweislage das Ergebnis unentwegter Anpassung und Auslese ist, halten einige für gottgegeben. Der modernen Version des Kreationismus zufolge „muss Design einen Designer haben“. Demnach habe Gott die Welt und alle Lebewesen so, wie sie jetzt sind, vor zehntausend Jahren erschaffen. Anhänger des „Intelligent Design“ versuchen beharrlich, ihre Auffassung als vermeintlich gleichberechtigte Alternative zur Evolutionstheorie zu etablieren. Doch der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera macht in seinem neuesten Buch deutlich, dass Intelligent Design nichts mit Wissenschaft zu tun hat.

Von Julia HeymannSpektrum.de

Bei genauer Betrachtung spricht so ziemlich alles dagegen, dass die heutige Artenvielfalt in einem vorausschauenden göttlichen Plan entstanden ist. Warum sonst wäre so vieles an den Lebewesen offenkundig „schlecht entworfen“ und denkbar ineffizient? Man denke etwa an den „idiotisch konstruierten“ rückläufigen Kehlkopfnerv, an den „absurden Bauplan“ des inversen Wirbeltierauges, an die vielen jungen Eisvögel, die beim ersten Fischzug ertrinken, oder an die geradezu jämmerliche Energieausbeute der Pflanzen. Letztere hat ihren Grund darin, dass Rubisco, das Schlüsselenzym der Fotosynthese, oft Kohlendioxid mit Sauerstoff verwechselt.

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1 Comment

  1. Kreationismus hat noch nie wissenschaftliche Erkenntnisse geschaffen, jede neue Erkenntnis wird sofort als unbiblisch negiert. Texte des creation-research (CR) oder des intelligent-design (ID) werden nie wissenschaftlich publiziert (peer-review), wie G.W. Gilchrist von der Universität Washington in über 100.000 Artikeln ermittelt. Barbara Forrest von der Southeastern-Louisiana-University und Lawrence M. Krauss von der Case-Western-Reserve-University bestätigen dies.

    Das Hominide Erbgut hat 3 Milliarden Basenpaaren aus Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin. Es enthält etwa 10% DNA-Schrott einst eingeschleust von Viren und immer weiter vererbt. Die Sequenz der Hominiden DNA ist keine perfekte Struktur, einige Teilen funktionieren schlecht, andere Teile sind sogar potentiell schädlich.

    Das Erbgut der Schimpansen weicht um 1,6 % von dem des Homo-Sapiens-Sapiens ab, die Unterschiede zwischen diversen Affenclans in Afrika sind oft deutlich größer. Das Mammut variiert vom Elefanten um 0,6 %, vor 500.000 Jahren entsteht das viel kleinere Wollhaarmammut, welches bis vor 3.700 Jahren auf der Wrangel Insel überlebt. Katastrophen und Klimawechsel beeinflussen die DNA aller Arten, Gene als Auslöser von Krankheiten existieren bereits seit der ersten DNA vor Hunderten Mill. Jahren.

    Bei so viel Fehler in der hominiden DNA hat der Zombie im Himmel gewaltig Scheiße gebaut. Sicher hat er sich vom Stellverteter im Vatikan beraten lassen, der hat auch NULL Ahnung

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