Polens Kirche lehnt Entschädigung für Kindesmissbrauch ab


Für die Papststatue hat man Geld. Bild: mittelbayrische.de
Außergerichtliche Einigung mit Opfer gescheitert

DIE WELT

Die katholische Kirche in Polen hat am Donnerstag einen ersten Antrag auf Schadenersatz wegen Kindesmissbrauchs zurückgewiesen. „Eine Einigung ist gescheitert“, sagte ein Gerichtssprecher in Koszalin. Ein 25-Jähriger, der in seiner Jugend von einem Priester missbraucht worden war, hatte 200.000 Zloty (47.500 Euro) Entschädigung von der Kirche gefordert. Der Täter war im vergangenen Jahr zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Polnischer Missbrauchsskandal: Kritik am „Mauern“ des Ordens

Michaeliterorden will seit langem keinen Kontakt mehr zu Beschuldigtem gehabt haben.

kathweb

Polens Polizei hat einen wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch international gesuchten Ordensangehörigen aufgespürt. Beamte fanden Wojciech Gil (36) am späten Dienstagabend in der Nähe von Krakau bei seinen Eltern, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch im polnischen Fernsehen sagte. Der Geistliche wird beschuldigt, in der Dominikanischen Republik, wo er als Pfarrer in Juncalito arbeitete, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Mediale Verstimmung herrscht über die geringe Kooperationsbereitschaft von Gils Orden, den Michaeliten (Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael), bei der Aufarbeitung.

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2 Comments

  1. Alles wie immer, genau wie bei der Maffia werden Opfer nicht entschädigt

    Papst Johannes XXIII befiehlt den sexuellen Missbrauch seiner Kinderficker zu vertuschen und die Interessen der RKK über die der Opfer und der Justiz zu stellen. Die „Inquisition“ der RKK weist mit “Crimen Sollicitations” (1962 Kardinal Ottavini) und „De Delictis gravioribus“ (2001 Kardinal Ratzinger) die Kompetenz einzig dem Vatikan zu und befiehlt allen Bischöfen jeden Missbrauch zu leugnen, die Priester-Täter zu schützen, nach geltendem Kirchenrecht Akten zu vernichten und die Dokumente zu fälschen. Wer dagegen verstößt, dem droht man mit Verlust aller Privilegien und Exkommunikation bei Ausschluss von der Beichte, für die intellektuell stark behinderten Priester so fatal wie die Amputation beider Beine.

    Die irische Sektion der Kinderficker hat ca. 43.000 Missbrauchfälle in christlichen Kinderheimen als Arbeitssklaven. Über 10.000 Frauen müssen in katholischen Frauenhäusern ohne Lohn arbeiten, Heimkinder werden missbraucht und sogar ermordet. Die Orden „Mercy Sisters“, „Sisters of Our Lady of Charity“, „Schwestern von der Nächstenliebe“ und „Schwestern vom Guten Hirten“ verweigern in christlicher Nächstenliebe jeden Beitrag zum Ausgleichsfond, die 1,2 Milliarden € Entschädigung der Opfer zahlt der irische Steuerzahler.

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  2. Im Gegenzug wird der polnische Ex-Oberpontifex demnächst heilig gesprochen. Das ist für die Katholen die „Ausgleichende Gerechtigkeit“. 🙂

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