Deutscher Schulbuchpreis an homophoben Dodo Laun


weihbischof-andreas-launIm Parallel-Universum christlicher Religiotie gibt es nichts, was es nicht geben sollte.
So hat der Salzburger Hilfsbischof Andreas Laun, zweimaliger Dodo-Preiträger, den mit 5.000 Euro dotierten Deutschen Schulbuchpreis erhalten. Das „Kuratorium Deutscher Schulbuchpreis“ sah es als preiswürdig an, sein Religionsbuch „Der Christ in der modernen Welt“ zu würdigen.

Ich erspare mir hier und jetzt auf die tragischen Ereignisse der Loveparade in Duisburg einzugehen. Wir wissen um den Komplex menschlichen Versagens der dazu geführt hat, dass 21 Menschenleben zu bedauern sind. Wir verwahren uns auf das entschiedenste dagegen, dass da ein Moraltheologe von sich gibt, der “liebende” und “strafende” Gott habe gegen die Sünde ein Zeichen setzen wollen. Kopfschüttelnd kann ich diese kulturellen Autismus zur Kenntnis nehmen, akzeptieren will ich solch Geschwätz nicht. Die Strafe Gottes sei die Kehrseite seiner Liebe.

Der Vorsitzende des „Kuratoriums Deutscher Schulbuchpreis“, Wolfram Ellinghaus, begründet die die Ehrung damit, dass Laun Jugendlichen und Erwachsenen Orientierung gebe. Ihnen würden die hohen ethischen Werte des Christentums aufgezeigt. Dabei stelle der Weihbischof auch andere Religionen sachlich, unvoreingenommen und umfassend dar.
Ehrwürdige Islamophobie

Andreas Laun

dass stattdessen jede Frau, die Kinder gebiert und aufzieht, entschlossen gefördert wird. Die Fristenlösung könne „viel später gar nicht mehr in Frage“ gestellt werden, da „wir dann die Herrschaft im eigenen Land verloren haben werden. Wahrscheinlich werden die Moslems sie abschaffen.

So argumentiert er in der Abtreibungsdebatte und verwurstet natürlich gleich noch die ach so bösen Moslems. Es geht aber noch heftiger.

Andreas Laun

„Wenn Europa die eigene Bevölkerung ausrottet, wird es zu einem großen Altersheim. Es entsteht ein Vakuum, in das andere Völker einströmen. […] In dem Augenblick, in dem sie die Mehrheit stellen, werden sie folgerichtig und demokratisch sagen: Wir sind mehr als ihr, also bestimmen wir.“ Mittelfristig könne sogar der „Stephansdom eine Moschee werden“.

Weiter im Text:

Weiter befürchtet er eine zukünftige Verfolgung des Christentums in Europa, die sich aus „Denkverboten Antidiskriminierungsgesetzen“ entwickeln könne. Christen seinen bereits jetzt „ein Stück weit Befehlsempfänger jener antiklerikalen Kreise, die in Europa das Sagen haben“. Laun nahm Bezug auf die Debatte um den Gottesbezug in der europäischen Verfassung sowie der Personalie Rocco Buttiglione.

So sehen die hohen ethischen Werte des Christentums aus, welche Laun vorgibt zu vertreten. Laun will das Mittelalter zurück und Ellinghaus schwätzt es in die deutschen Schulbücher.

Die Streichung der Homosexualität aus der internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation sei eine gesellschaftspolitische, aber keine wissenschaftliche Entscheidung gewesen.

Er sieht eine „Homosexualisierung der Gesellschaft“ im Gange.

Gott könne Homosexuelle heilen, dies sei jedoch nicht der Normalfall.

In seinem 2001 erschienen Buch zitiert er Untersuchungen wonach Homosexuelle aufgrund des „homosexuellen Lebensstils“ und dadurch von „AIDS, Hepatitis und anderen Schwulenkrankheiten“ eine durchschnittlich 20 bis 30 Jahre kürzere Lebenserwartung hätten.

Im Januar 2009 verglich Laun Aktivisten der Lesben- und Schwulenbewegung mit Moslems, weil beide angeblich ein Konversionsverbot befürworten würden.

Diese, von Laun postulierte inhumane, wissensfeindliche Moral ist in den Augen des Kuratoriums von hoher christlicher Ethik.

Auf kath.net lesen wir weiter:

Bei der Preisübergabe würdigte die Kinderpsychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) das Buch als Hilfe zur „Unterscheidung der Geister“. Ohne eine Bindung an Gott nehme der Mensch Schaden an seiner Seele, wie die Folgen der 68er-Bewegung zeigten. Die damals propagierte Abschaffung von Autoritäten und Familien sowie die Sexualisierung der Gesellschaft hätten zu einer großen Verunsicherung geführt.

Der Heidelberger Theologieprofessor Klaus Berger bezeichnete Schulbücher bei der Ehrung als einen wesentlichen Bestandteil der jüdisch-christlichen Kultur. Gott selbst habe sich als Autor betätigt, als er ein „Buch der Schöpfung“ – wie Berger das Alte Testament nannte – und ein „Buch der Erlösung“ – das Neue Testament – den Menschen zugänglich machte.

Es geht immer etwas dümmer. Dummheit als solche wäre ja ein abzuhelfender Zustand, wenn man diesen überwinden will.

Laun selbst liebt ja die apokalyptische Frömmelei, da wischt er gleich noch bei der Evolutionstheorie Staub und warnt vor der Vergottung des Zufalls.

Andreas Laun

Der Abfall von Gott führt ins Verderben, er bleibt nicht ohne Folgen, es gibt Zeichen der Warnung, aber es kann für die Verantwortlichen auch schon zu spät sein! Daher die Frage für das heutige Europa: Könnte die Hauptgefahr, in der unser Europa schwebt nicht auch der Abfall von Gott sein? Und dieser Abfall beginnt nicht erst dort, wo jemand nicht an Gott glaubt, sondern schon beim Abfall von dem, was man früher die „gesunde Vernunft“ nannte! Man denke nur, mit welch ideologischer Verhärtung man Absurditäten verteidigt und sogar mit politischer Gewalt den Menschen auferlegen will: Es beginnt mit der totalitären Form der Evolutions-Theorie mit ihrer Vergottung des „Zufalls“ und damit Leugnung der Vernunft im Seienden, es geht weiter mit Umschreibung von Geschichte und vor allem auch mit der Leugnung höherer Gerechtigkeit als der des Staates!

Er beschwört eine Hauptgefahr für Europa, ganz im Sinne einer Verschwörungstheorie. Seine eigene “gesunde Vernunft”, wenn er sie denn je hatte, offenbart sich als blödsinniges katholische Rührstück, das können die New-Ager besser. Das Feinbild wird gleich erklärt, die totalitäre Evolution-Theorie. Eine Erklärung dessen, was er unter diesem Begriff versteht liefert er nicht, kann er nicht liefern, da er mit der Thematik der Evolutionstheorien überfordert ist, der totalitäre, undemokratische Hirtenhund wirft einer wissenschaftlichen Theorie Totalitarismus vor. Die Vergottung des Zufalls leugnet die Vernunft des Seienden. Oh Mann, geistiges Rührei, Kerl hat er schon mal was von kausalen Zusammenhängen, Wechselwirkungen vernommen, anscheinend nicht, dann wäre nicht so eine idiotische Begründung zustande gekommen.
Nach der schwachen Abhandlung evolutionbiologischer Teleologie begibt er sich auf das Gebiet, bei dem er meint als Moraltheologe mitreden zu können.
Der alte Autoerotiker fährt fort:
Andreas Laun

Zur Häresie der Vernunft-Leugnung gehören natürlich auch die Gender-Ideologie, die Legitimierung der Abtreibung, die Verherrlichung der Homosexualität. Ein Angriff auf die Vernunft ist auch die Behauptung, alle Religionen seien gleich, was meist soviel heißen soll, wie dass alle „gleichgültig“ sind und keine gültig sein kann, weil es keine Wahrheit gibt, genauso wenig wie „gesunde Vernunft“!

Feindbild Homosexualität, bigotte katholische Moral, Evolution im Widerspruch zum Wirken Gottes, solche Autoren dürfen dann Schulbücher schreiben, für die Klassen 1-8 mit den folgenden Inhalten:  Glaube und Vernunft; Natürliche Gotteserkenntnis; Evolution; die Bibel und ihre Auslegung; Gottes erste Liebe – die Juden; Gott wird Mensch; Gott erlöst; Ökumene; Atheismus; Verfolgung; Mission; Weltreligionen; Bioethik; Gott liebt die menschliche Liebe; Irrwege der Sexualität; Stellung der Frau; Katholische Soziallehre; Bewahrung der Schöpfung …

Im deutschen Schulbuch feiert die Idiotie fröhliche Urständ.

8 Comments

  1. So ein rhetorische Dünnschiß auf Kath.net, Glaube und Wissenschaft können sich nicht widersprechen

    Wissenschaft ist eine offene, freie und im Ergebnis neutrale Methodologie des Zweifels, sie nutzt Theorien, Hypothesen, Tests, Fakten und Fossilien immer wieder auf der Suche nach einer beweisbaren Erklärung für eine allen Forschenden frei zugängliche und beliebig prüfbare Realität. Freies Denken im Zweifel reduziert Theologie zur Pseudo-Wissenschaft mit Mythen, Wundern, Engeln, Zombies und unantastbaren Vorgaben als Endergebnis einer Pseudo-Realität. Wissenschaft und Religion sind totale Extreme, sie argumentativ in Relation zu setzen ist der Tod jeder Religion.

    Die Realitätsverweigerung und Ignoranz der Religioten gelten medizinisch als krankhafter Wahn, im Extremfall gar als psychopathologische Schizophrenie, wenn der Wähnende leidet oder als untragbar für seine Mitwelt in der Psychiatrie landet

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  2. Ob der MoralKomiker Laun vielleicht „die“ Strafe Gottes für eine uneinsichtige Kirche ist? 😉 Zwar stehen die Kirchen leer…. 😉 …..aber vielleicht lassen sich unterschiedliche Gruppen wie früher immer noch aufeinanderhetzen? … 😉 …..das geistige Rüstzeug produziert der Spalter Laun… 😉 ….Als die Kirche noch mächtig war, nannte sie sich Universalkirche…. 😉 …die nun mit Laun’s perfiden Sprüchen zur europafeindlichen Partikularkirche verkommt… 😉 ….da kann man mit dem armen Franz von Buenos Aires richtig Mitleid haben… 😉 …nicht nur im Vatikan sondern auch in den Diözesen scheint es diese „Pest“ zu geben….. 😉 …denn der katholische Teufel scheint ubiquitär…… 😉

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  3. In dem Bericht von kath.net heißt es: »Unter anderem wird ausgeführt, dass Gott das Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod liebt. Dies schließe ein Nein zur Leben zerstörenden Biotechnik, zur Abtreibung und zur Euthanasie ein. Laun betont ferner, dass sich Vernunft und Glaube nicht ausschließen: „Die Wahrheit des Glaubens und die Wahrheit der Wissenschaft können einander niemals widersprechen, da beide dem göttlichen Wort entspringen.“«

    »Gott liebt das Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod«

    Ja, Herr Bischof, so ist es. Deswegen gibt es ja auch keine Krankheiten, die so vielen menschlichen Leben ein frühzeitiges Ende bereiten könnten, lange vor einem natürlichen Tod. Z.B. Blutkrebs, an dem schon viele kleine Kinder sterben könnten. Gott sei Dank, dass das nicht der Fall ist, denn »Gott liebt das Leben«. Es gibt weltweit keinen Hunger, auch nicht in Afrika. Deshalb ist es eine reine Lüge, wenn der Welthunger-Index 2010 angibt, dass weltweit täglich (!) etwa 6000 Kinder an Unterernährung sterben, das sind jährlich 2,2 Millionen. Gott verhindert Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder Tornados. Würden diese auf der Erde wüten, dann gäbe es Millionen von Toten und fürchterlich Verletzten. Ja, Herr Bischof, Gott liebt das Leben und deswegen passiert das alles nicht.

    Desweiteren, Herr Bischof sagen Sie, »dass sich Vernunft und Glaube nicht ausschließen«. Da muss ich Ihnen aber, Herr Bischof, wirklich widersprechen. Bei Ihnen schließen sich Glauben und Vernunft aus. Übrig bleibt bei Ihnen der Glaube – an ein kindliches, zusammenphantasiertes Wahnbild. Aber offenbar kann man dieses Hirngespinst erfolgreich zum Gegenstand eines Berufs machen und Menschen dazu bringen, dass sie dafür auch noch so viel Geld entrichten, dass Sie und Ihresgleichen davon üppig leben können. Auch ein Bischof »liebt das Leben«. Wir haben übrigens in Deutschland auch ein paar prächtige Kaliber dieser Art.

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