Vatikanbank schließt fast 1000 Konten


Die Vatikanbank residiert in dem halbrunden Turm rechts direkt neben dem apostolischen Palast. Im Palast wohnten bislang auch die Päpste – nur Franziskus ist nicht eingezogen – er wohnt noch immer im Gästehaus. ©Reuters
Die Vatikanbank will endlich einen sauberen Ruf. Vor wenigen Tagen hat sie zum ersten Mal überhaupt eine Bilanz veröffentlicht. Nun hat sie hunderte Briefe an Kontoinhaber verschickt, mit der Aufforderung, ihre offenbar illegalen Konten zu schließen.

Von Tobias PillerFrankfurter Allgemeine

Die Vatikanbank steht weiterhin im Mittelpunkt von Berichten und Gerüchten über Konten von Inhabern, die eigentlich nicht zum Kundenkreis gehören sollten, und mit Millioneneinlagen ungeklärten Ursprungs. Nach einem Bericht des „Corriere della Sera“ wurden gerade 900 Briefe an bisherige Kontoinhaber verschickt mit der Aufforderung, die Konten beim Finanzinstitut mit dem offiziellen Kürzel „IOR“ zu schließen. Auch auf Nachfrage wurde von der Vatikanbank aber der Umstand, dass 1000 illegale Konten mit insgesamt 300 Millionen Euro gefunden worden seien, nicht bestätigt. Diese Informationen waren am Sonntag von „Spiegel Online“ verbreitet worden.

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