Die radikale christliche Rechte und ihr Krieg gegen die US-Regierung


us_flagge_bibel_kreuzMehrere zehn Millionen US-Amerikaner sind einer diffusen Bewegung von Unzufriedenen zuzurechnen, die man als Christliche Rechte bezeichnet; sie lehnen alle intellektuellen und wissenschaftlichen Erkenntnisse der Aufklärung ab, wollen die Befugnisse der (gewählten) Regierung radikal einschränken und einen theokratischen Staat errichten, der auf „biblischen Gesetzen“ aufgebaut ist; sie möchten die widerspenstige Welt zwingen, sich dem Willen der imperialen „christlichen“ USA zu unterwerfen.

Von Chris HedgesTruthdig
Übersetzung Luftpost-kl.de

Ihr wahres Gesicht zeigt diese Bewegung gerade im US-Repräsentantenhaus. Die Ideologie dieser Bewegung, die als treibende Kraft für die derzeitige Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung verantwortlich ist, verlangt die Ausmerzung aller „Abweichler“, die nicht ihren sozialen Normen entsprechen.
Diese Bewegung hält die sexuelle Orientierung der Homosexuellen und Lesben für einen Fluch und eine Krankheit, die nach ihrer Meinung den Staat USA und die US-Familie beschmutzt. Sobald diese sexuellen „Abweichler“ beseitigt sind, will man sich auch anderer „Abweichler“ entledigen; darunter fallen u. a. Muslime, Liberale, Feministinnen, Intellektuelle, linke Aktivisten, Schwarzarbeiter, arme Afroamerikaner und alle „so genannten Christen“, die das doktrinäre Bibelverständnis dieser Bewegung nicht teilen. Die „abweichlerischen“ Bürokraten der US-Regierung, die „abweichlerischen“ Medien, die „abweichlerischen“ Schulen und die „abweichlerischen“ Kirchen werden als „Werkzeuge des Satans“ diffamiert, die vernichtet oder radikal reformiert werden müssen. Alle „Abweichler“ werden als rechtlos betrachtet. Alle Institutionen des neuen theokratische Staates sollen die „christlichen Werte“ und die „Werte der Familie“ propagieren und schützen. Die Erziehung
und Bildung und die Sozialfürsorge sollen der Kirche übertragen werden. Der kritische Umgang mit Fakten soll einer permanenten, bornierten Indoktrination weichen.


US-Senator Ted Cruz – dessen Vater Rafael Cruz, ein fanatischer Prediger der Christlichen Rechten und Direktor der „Purifying Fire Internternational Ministery“ [des Internationalen Dienstes des reinigenden Feuers, s. http://www.purifyingfire.org/ministries.htm%5D ist – und seine zahlreichen wohlhabenden Unterstützer, von denen einige auf die Herbeiführung der Zahlungsunfähigkeit bestanden, sind in einer radikalen christlichen Ideologie verwurzelt, die als Dominionismus  oder „Christian Reconstructionism“  bekannt wurde. Nach dieser Ideologie sollen auserwählte „christliche“ Persönlichkeiten die Führung des Staates übernehmen und ihn nach „biblischen“ Zielvorstellungen und Gesetzen ausrichten. Die Regierung soll sich um wenig mehr als die Verteidigung, die innere Sicherheit und der Schutz des Eigentums kümmern. Die Christliche Rechte vermengt die christliche Religion mit der Ikonografie  und Sprache des amerikanischen Imperialismus und Nationalismus und den rücksichtslosesten Aspekten des Konzern-Kapitalismus. Die intellektuelle und moralische Hohlheit ihrer Ideologie, die schamlose Verzerrung und missbräuchliche Nutzung der biblischen Botschaft, die zahlreichen Widersprüche in ihrer Argumentation – zum Beispiel das Beharren auf einer kleinen Regierung und einer großen Armee, die ja wohl dieser Regierung unterstehen soll – und ihre lächerlichen pseudowissenschaftlichen Thesen sind weder mit den Fakten noch mit der Vernunft vereinbar. Und deshalb ist diese Bewegung so gefährlich.
Wie bei allen faschistischen Bewegungen durchdringt der Männlichkeitskult auch die Ideologie der Christlichen Rechten. Diese Bewegung missbraucht die Religion, um militärische und heroische „Tugenden“ zu verherrlichen, blinden Gehorsam und Einordnung über den Verstand und das Gewissen zu stellen und kollektive Euphorie zu erzeugen. Den Anhängern wird erzählt, der Feminismus und die Homosexualität hätten die Männer der USA körperlich und geistig impotent gemacht. Jesus ist für die Christliche Rechte ein Mann der Tat, der Dämonen austreibt, den Satan bekämpft, Heuchler entlarvt und am Ende alle Ungläubigen vernichtet. Dieser Männlichkeitskult mit seiner Gewaltverherrlichung spricht besonders die Machtlosen an. Er schürt vor allem die Wut vieler weißer verarmter US-Bürger und ermuntert sie dazu, auf die loszugehen, die sie angeblich bedrohen. Die panische Angst vor allem Fremden wird durch bizarre Bedrohungstheorien geschürt, der man sich auch bedient hat, um die Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung herbeizuführen. Die Bewegung hat ihre Anhänger dazu aufgerufen, den Kampf gegen den bestehenden weltlichen, von Menschen gemachten Staat zu verstärken. Dieser Kampf wird für unvermeidbar gehalten. Ein globaler Krieg, sogar ein Atomkrieg, ist für die Christliche Rechte das freudig erwartete Vorzeichen der Wiederkunft Christi. Sie hofft darauf, dass ein zorniger Messias ihre Armee der Rächer anführen und allen Abtrünnigen einen gewaltsames Ende bereiten wird.

„Dieses Gesetz bedroht unsere Hauptwerte als US-Amerikaner und Christen, die uns dazu verpflichten, selbst für unsere Armen, Kranken und Behinderten aufzukommen,“ sagte Ted Cruz während einer 21-stündigen Rede, die er letzten Monat im Senat gehalten hat, als er versuchte, die Finanzierung von „Obamacare“ (s. http://www.welt.de/politik/ausland/article120662017/Obamacare-ist-Teufelswerk-und-absoluter-Renner.html) zu blockieren. „Es ist entmutigend, zu wissen, dass die Nation, die unsere Vorfahren aufgebaut haben, unserem Präsidenten und seinen demokratischen Komplizen nicht mehr wichtig ist. Dabei geht es nicht nur darum, dass wir von unseren christlichen Werten abfallen. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, ich glaube jedenfalls, dass Jesus gestorben ist, um sich selbst zu retten, und nicht, um faule Anhänger von sich abhängig zu machen. Er spazierte nicht umher und versprach wahllos allen Kranken eine kostenlose Krankenversicherung, allen Hungernden

Nahrung und allen Bedürftigen Kleidung. Nein, er sagte, steht auf, macht euch auf den Weg in die Stadt und sucht euch einen Job, und als er am Kreuz hing, sagte er: ‚Ich sterbe, damit ich in Ewigkeit bei meinem Vater leben kann. Sehe ich vielleicht wie euer Retter aus?‘ Das ist der Jesus, auf den unsere Nation wieder bauen sollte. Deshalb müssen wir Obamacare ablehnen.“

Anhänger des Dominionismus glauben, dass sie an einem langen Kampf gegen die Kräfte des Teufels beteiligt sind. Sie leben in einer Welt, in der es nur schwarz und weiß gibt. Sie fühlen sich als Opfer, die von finsteren Mächten, die sie vernichten wollen, umgeben sind. Sie halten sich selbst für Auserwählte Gottes, die allein seinen Willen kennen. Sie glauben, dass sie der „Heilige Zorn“, der das Zentrum ihrer Ideologie bildet, zu allem berechtigt und plappern Unsinn über Obamas von den Konzernen gewollte Krankenversicherung, die Ältere angeblich in den Selbstmord treibt, werfen ihm geheime Verbindungen zu radikalen Muslimen vor und bezichtigen ihn, auf Schleichwegen den „Sozialismus“ einführen zu wollen. Sie beschimpfen die Regierungsbürokraten als „säkulare Menschenknechte“, die nur die Familie zerstören und Krieg gegen die Reinheit des Glaubens der Christlichen Rechten führen wollen. Sie streben nach totaler Dominanz in der Gesellschaft und in der Politik.

Alle ideologischen, theologischen und politischen Debatten mit der radikalen Christlichen Rechten sind sinnlos. Sie verschließen sich vor vernünftigen Gedanken und Diskussionen. Ihre Anhänger benutzen den Raum, den ihnen eine offene Gesellschaft lässt, um diese offene Gesellschaft zu zerstören. Unsere naiven Versuche, die Anhänger einer Bewegung, die uns beseitigen will, davon zu überzeugen, das auch wir „Werte“ haben, bestärkt sie nur in ihrer Entschlossenheit und bestätigt in ihren Augen unsere Schwäche.

Die Jünger des Dominionismus glauben, so handeln zu dürfen, weil sie den „verdorbenen“, weltlichen und liberalen Staat beseitigen müssen. Sie arbeiten nur noch so lange mit uns „Ungläubigen“ zusammen, bis sie genug Macht haben, um nicht mehr auf Kooperation angewiesen zu sein. Sie unterscheiden sich nicht von der „Avantgarde“, die Lenin beschrieben hat, oder von den islamistischen Terroristen, die ihre Bärte abrasierten, westliche Kleidung trugen und in ihren Hotelzimmern kostenpflichtige pornografische Videos ansahen – in der Nacht, bevor sie die Flugzeuge für ihre Selbstmordattentate entführten. (* s. dazu einen Hinweis am Ende der Übersetzung) Nur die Auserwählten und ihr Großinquisitor kennen die Wahrheit. Deshalb haben sie bei der Verfolgung ihrer Ziele auch keine moralischen Skrupel.

Vor dem Erscheinen meines Buches „American Fascists: The Christian Right and the War on America“ (US-Faschisten: Die Christliche Rechte und der Krieg gegen die USA, zu beziehen über amazon.de) habe ich mich zwei Jahre lang bei der Christlichen Rechten umgesehen. Ich habe Gottesdienste in großen Kirchen im ganzen Land besucht, viele Vorträge gehört, viele Gespräche geführt, an Seminaren der Kreationisten (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus) teilgenommen, Kurse über religiöse Bekehrungen und Konvertierungen absolviert, an Wochenenden über „das Recht auf Leben“ diskutiert und Dutzende von Anhängern und Anführern der Bewegung interviewt. Obwohl ich Verständnis für die finanzielle Not, die Probleme von Süchtigen, den Schmerz über häusliche und sexuellen Gewalt und die tiefe Verzweiflung von Menschen habe, die sich zu der Christlichen Rechten hingezogen fühlen, ist mir auch die Gefahr bewusst, die dadurch heraufzieht. Faschistische Bewegungen beginnen häufig mit Vorschlägen zur Verbesserung der Wohnsituation und mit dem Aufgreifen kommunaler Probleme, münden aber schnell in Indoktrination über moralische Reinheit, innere Stärke, nationale Größe und den Wert der Familie. Bewegungen wie die radikale Christliche Rechte ziehen vor allem diejenigen an, die der Zusammenbruch unserer liberalen Demokratie enttäuscht hat. Und unsere liberale Demokratie ist zusammengebrochen.

Wir haben unsere Armen und unsere Arbeiterklasse im Stich gelassen. Wir haben eine Monsterregierung entstehen lassen, die uns das Mark aus den Knochen saugt, damit sich die Oligarchen und die um die Konzerne gescharte Machtelite ungehemmt bereichern können. Die Duldung von Verbrechen – ob im Krieg oder an der Wall Street – hat unseren Rechtsstaat ausgehöhlt und ein System entstehen lassen, in dem nur noch die Macht regiert. Wir haben die riesengroße und wachsende Unterklasse verraten. Die meisten Anhänger der Christlichen Rechten müssen ums nackte Überleben kämpfen. Wir haben zugelassen, dass es dazu gekommen ist. Die zu Recht Verzweifelten werden (von rechten Rattenfängern) manipuliert und von christlichen Faschisten wie dem Senator aus Texas für ihre Zwecke missbraucht. Wenn die verarmte Arbeiterklasse wieder ausreichende Löhne, sichere Arbeitsplätze oder sichere Renten hätte, wäre sie immun gegen diese Bewegung. Wenn wir die Leiden der Armen und der Arbeiterklasse nicht lindern, ebnen wir den christlichen Faschisten den Weg zur Macht.

Die Christliche Rechte braucht nur einen Funken, um einen Flächenbrand zu entfachen. Ein weiterer katastrophaler Terroranschlag in den USA, eine Hyperinflation, neue verheerende Trockenperioden oder Überschwemmungen, Hurrikane oder große Waldbrände oder ein neues Finanzdesaster könnten Zündfunken sein. Dann wird sich unsere blutleere offene Gesellschaft ganz schnell auflösen. Der Aufstieg des christlichen Faschismus wird durch unsere Gleichgültigkeit beschleunigt. Je länger wir zögern, uns von dem bankrotten (Wirtschafts-)Liberalismus zu verabschieden und seine katastrophalen Folgen zu beseitigen, desto länger werden die Konzerne unser Land ausplündern und sein Ökosystem ganz zerstören. Je länger wir tatenlos mit offenen Stadttoren auf die Barbaren warten, desto schneller wird unser Staat in ihre Hände fallen.

3 Comments

  1. In the misty morning, on the edge of time
    We’ve lost the rising sun, a final sign
    As the misty morning rolls away to die
    Reaching for the stars, we blind the sky

    Adam war aus einer großen Kraft und einem großen Reichtum entstanden, und er wurde dennoch euer nicht würdig; denn wenn er würdig geworden wäre, hätte er den Tod nicht geschmeckt.

    Die Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt, setzt mit den ersten Anfängen der Arbeitsteilung ein. Sie wäre längst vollendete Tatsache, wenn diese Entwicklung nicht durch Mängel in unserem Bodenrecht und Geldwesen unterbrochen worden wäre – Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist und ein Zwitterding darstellt zwischen Kommunismus und Freiwirtschaft. In diesem Entwicklungsstadium können wir nicht stecken bleiben; die Widersprüche, die den Zwitter zeugten, würden mit der Zeit auch unseren Untergang herbeiführen, wie sie bereits den Untergang der Staaten des Altertums herbeigeführt haben.

    We sailed across the air before we learned to fly
    We thought that it could never end
    We’d glide above the ground before we learned to run, run
    Now it seems our world has come undone

    Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt,
    dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.

    Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.

    Oh they say that it’s over
    And it just had to be
    Ooh they say that it’s over
    We’re lost children of the sea

    Wenn jemand nicht zuerst das Wasser kennt, kennt er nichts. Denn was nützt es ihm, wenn er darin getauft wird? Wenn jemand nicht weiß, wie der wehende Wind entstanden ist, wird er mit ihm hinweggeweht werden. …Jemand, der nicht kennen wird die Wurzel der Schlechtigkeit, ist ihr kein Fremder.

    Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der zur Barbarei zurückführt. …Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen.

    We made the mountains shake with laughter
    As we played hiding in our corner of the world
    Then we did the demon dance and rushed to nevermore
    Threw away the key and locked the door

    Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen; sie versteckten sie. Sie sind selbst nicht hineingegangen, und die hineingehen wollten, ließen sie nicht. Ihr aber, werdet klug wie die Schlangen und ohne Falsch (d. h. rein) wie die Tauben.

    Die Arbeitsteilung hätte also den Menschen allgemeinen Wohlstand bringen sollen, da sie ja kein Vorrecht einzelner, sondern allen Menschen zugänglich ist. Aber aus den Händen des Goldes empfing die Menschheit diese Götterkraft nur unter der Bedingung des Zinses, und damit auch der Trennung der Menschen in arm und reich. Als ob neidische Götter der Menschheit den Machtzuwachs nicht gegönnt, die Unabhängigkeitserklärung der Menschen vom göttlichen Gängelband gefürchtet und dem dadurch vorgebeugt hätten, dass sie nach dem Grundsatz „teile und herrsche“ den Zins als Spaltpilz in die Menschenfamilie eingepflanzt hätten!

    Oh they say that it’s over
    And it just had to be
    Oh they say that it’s over
    Poor lost children of the sea

    Ich habe ein Feuer auf die Welt geworfen, und siehe, ich bewache es, bis es brennt.

    Die Natürliche Wirtschaftsordnung ist keine neue Ordnung, sie ist nicht künstlich zusammengestellt. Der Entwicklung der Ordnung, die die Arbeitsteilung zum Ausgangspunkt nimmt, sind nur die aus den organischen Fehlern unseres Geldwesens und Bodenrechtes entstehenden Hemmungen aus dem Weg geräumt worden. Mehr ist nicht geschehen. Sie hat mit Utopien, mit unerfüllbaren Schwärmereien nichts gemein.

    Look out! The sky is falling down!
    Look out! The world is spinning round and round and round!
    Look out! The sun is going black, black!
    Look out! It’s never, never, never coming back – Look out!

    „God said ‚Cancel Program GENESIS‚. The universe ceased to exist.“

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  2. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Revoluzzer dieser Welt nicht die hellsten Köpfe waren oder sind – sei es Pol Pot, Hitler, Stalin, Mugabe, Gadaffi, Assad, Castro usw. Was sie haben ist ein demagogisches Talent den vielen Einfaltspinseln eine Idee einzuhämmern. Die Christen wollen den weltlichen und liberalen Staat beseitigen und die Gesellschaft zerstören. die eine Monsterregierung duldet und den Armen das Mark aus den Knochen saugt. Es soll eine so wunderbare Gesellschaft wie zur Zeit Jesus entstehen, die natürlich von ehrlichen liebevollen christlichen Despoten regiert wird

    Das zeigt nur was für vollkommene Trottel diese Fundi-Christen sind. Zur Zeitenwende hatte römisch Judäa 63 Orte. Neben Caesarea als Regierungssitz mit 2 Legionen kommt man mit 1500 Einwohner/Ort auf maximal 100.000 Einwohner. Caesarea hat über 5.000 und Jerusalem nur um 1.000 Einwohner auf 6 Hektar. Abwasser wird selbst im feudalen Pompeji nicht entsorgt, in Alexandria der Ptolemäer hat das System zu kleine Rohre. Der Müll wird vor die Tür geworfen, Fäkalien und Gülle fließen in offenen Gräben. Leiden wie den im Gehirn nistenden Schweinebandwurm, Trichinen, Lepra, Typhus und TBC sind üblich. Dazu kommen Pest, Cholera und Hungersnöte durch immer wiederkehrende Naturkatastrophen.

    Das Steueraufkommen der römischen Provinz Judäa beträgt damals 600 Talente Silber oder 16.200 kg, nach derzeitigem Edelmetallpreis etwa 10,5 Millionen €. Folglich musste jeder hebräische Ziegenhirt für seine durchweg 5 – 10 Köpfe zählende Familie 100 €/Kopf/Jahr oder 500 – 1000 € Steuern zu zahlen. Das ist ganz erheblich mehr, als die etwa 70 – 100 Millionen im Elend lebende Ägypter oder Pakistanis oder Inder usw. erwirtschaften, deren Jahreseinkommen im Bereich von 300 – 500 US$ rangiert. Diese Armen können sich kein Versorgung leisten wie Strom, Gas, Kohle, Trinkwasser, Entsorgung von Abwasser und Müll, Transport und Verkehrswege, medizinische Hilfe usw. – für all das sorgt liebevoll irgend ein fiktiver Zombie im Himmel.

    Man kann sich ausmahlen welche wunderbare Zeit uns unter christlichen Despoten und Faschisten erwarten

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