Großbritannien: Vereidigung auf die Bibel soll aus Gerichtssälen verschwinden


Bild: katholisches.info
Bild: katholisches.info
Nachdem aus den englischen Gerichtssälen das Kreuz entfernt wurde, könnte nun auch die Bibel und die Anrufung Gottes daraus verbannt werden. Die Richter haben den Vorschlag gemacht, in den Gerichtsverhandlungen die Vereidigung auf die Heilige Schrift abzuschaffen.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Zeugen und Angeklagte sind vor Gericht angehalten, die Wahrheit zu sagen. Zeugen werden ausdrücklich vereidigt und unter Anrufung Gottes zur wahrheitsgetreuen Aussage verpflichtet. Die Anrufung Gottes, mit Blick auf das Achte Gebot, dient der Wahrheitsfindung, weshalb bei Zuwiderhandlung eine Strafverfolgung wegen Meineides droht. Im deutschen Sprachraum ist die Vereidigungsformel „Ich schwöre es, so wahr mir Gott helfe“. Die Anrufung Gottes stellt keine Verpflichtung dar, auch nicht in Großbritannien.

Antike Tradition zur Anerkennung einer höheren göttlichen Gewalt

Die in den Gerichtssälen geübte Vereidigungspraxis findet sich bereits im ersten Buch der Bibel. Im Buch Genesis sagt Abraham zum König von Sodom: „Ich erhebe meine Hand zum Herrn, dem Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde“ (Genesis 14,22). Auch die alten Griechen erhoben, wenn sie einen Schwur leisteten, eine Hand zum Himmel oder berührten einen Altar. In diesen Traditionen erkannte der Mensch die Existenz einer göttlichen Gewalt an, die sein Handeln und seine Worte werten und von der er zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Sie drückt die Anerkennung einer göttlichen Gerechtigkeit jenseits der menschlichen Justiz aus.

weiterlesen

1 Comment

  1. Die Briten sind einige Hundert Jahre weiter als ihr Vettern

    Die US-Verfassung verbietet religiöse Diskriminierung, in 7 US-Staaten dürfen Atheisten nicht als Zeugen vor Gericht auftreten und kein politisches Amt ausüben.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.