Schweizer Hotels trotzen dem Burka-Verbot – money talks, bullshit walks


Foto: Zürich Tourismus/Nikkol Rot Arabische Touristen und Touristinnen in der Schweiz, hier in Zürich, werden von Hoteliers umworben. Ein landesweites Burka-Verbot würde dem Umsatz schaden, sagen sie.
Im Schweizer Tessin haben die Bürger für ein Burka-Verbot gestimmt. Nach der Schweizer Minarett-Debatte von 2009 macht sich damit das Land der Eidgenossen nicht gerade beliebt bei Muslimen – und auch nicht bei den Schweizer Hoteliers. Denn für den Luxustourismus südlich der Alpen sind die Gäste aus arabischen Ölstaaten wichtig. Und die Hoteliers heißen sie willlkommen.

Von Vera Rüttimannevangelisch.de

Luzern, die Kulturstadt am Vierwaldstättersee, ist ein weltweiter Touristen-Hotspot. Unter die vielen Gäste aus Asien mischen sich in jüngster Zeit immer mehr Menschen, die aus Städten wie Riad, Dubai oder Doha kommen. Es sind wohlhabende arabische Familien, die über die berühmte Kappellenbrücke schlendern. Arabische Männer in weitgeschnittenen, hellen Hosen, begleitet von ihren meist verschleierten Frauen. In den teuren Boutiquen und Juweliergeschäften hier werden sie fündig. Zurück in den Hotels, wartet ein eigens auf sie abgestimmter Service auf sie. Etliche Luxusherbergen in Luzern bereiten Speisen „halal“, nach islamischen Speisevorschriften, zu.

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