„Gift auf unserer Haut“ – Auf der blutigen, hässlichen Spur von Lederwaren


Wer Schuhe kauft, denkt nicht an Massenvergiftungen, Kinderarbeit, grausame Tierquälerei und Umweltkatastrophen. Er sollte aber.

Infosperber.ch – Urs P. Gasche

Es geht um das Leder für unsere billigen Schuhe, Taschen, Gürtel, Portemonnaies oder Möbel. Im besten Fall steht darauf „made in Italy“, „made in Spain“ oder „made in China“. Das heisst aber nur, dass die Produkte dort hergestellt wurden. Das Leder dazu stammt jedoch meistens aus Bangladesch oder aus Indien. Das wird nirgends deklariert. Wohlweislich. Denn dort werden Arbeiter, auch Kinder, gleich massenweise vergiftet, Tiere werden systematisch gequält und Tonnen von giftigsten Chemikalien in Flüsse und auf Landschaften verteilt.

Und wir schweigen.

Wer die Fakten bezweifelt oder sich bisher dessen nicht bewusst war, kann sich den Dokumentarfilm „Gift auf unserer Haut“ zu Gemüte führen, den das ZDF am Dienstag ausgestrahlt hat (Sendung „37 Grad“).