Kirchen und freie Humanisten: Das letzte Geleit für die Einsamen


Foto: epd-bild/Uwe Lewandowski
Ein Mensch soll nicht einfach von der Erde verschwinden, da sind sich die christlichen Kirchen und die freien Humanisten einig: In Osnabrück halten sie seit kurzem gemeinsam Trauerfeiern für Menschen, die ohne Kontakt zu Angehörigen sterben.

Von Martina Schwagerevangelisch.de

Josef Meier (Name geändert) hatte sechs Kinder. Doch zu seiner Bestattung auf dem Heger Friedhof in Osnabrück ist keines von ihnen gekommen. „Seit der Scheidung von seiner Frau vor rund 20 Jahren hatte er wohl keinen Kontakt mehr zu ihnen“, sagt Rolf Brall vom Osnabrücker Ordnungsamt.

Als Josef Meier Ende September im Alter von 73 Jahren starb, gab es niemanden, der eine Bestattung organisiert und bezahlt hätte. Dennoch wird die Urne mit seiner Asche im Rahmen einer Trauerfeier beigesetzt – mit Blumenschmuck in der Friedhofskapelle, Trauerrednern und -gästen.

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1 Comment

  1. Unsere allein lebende Nachbarin ist kürzlich mit 87 gestorben. Nach 2 Wochen kam endlich der Sohn aus New York und verstarb hier nach nur 3 Wochen am Herzinfarkt. Dann dauerte es 4 Wochen bis die Schwiegertochter aus Melbourne/Australien hier ankam und alles regelte.

    Wie soll das Gutmenschen Geschwafel von der wunderbaren biblischen Familien an Heim und Herd in der heutigen Gesellschaft funktionieren. Ich rate den Traumtänzern dringend einige Altenheime aufzusuchen, die Kirchen betreiben Hunderte davon und sollten es besser wissen. Wir besuchen solche Heime regelmäßig und sind hinterher immer deprimiert. Da sitzen10 – 30 vollkommen weggetretene Figuren mit dem Kopf wackelnd oder sabbernd im Aufenthaltsraum. Einige sind zum Schutz der Anderen an den Stuhl gefesselt, der Rest ist mit Psychopharmaka abgefüllt.

    Demente werden aggressiv und rabiat wie ungezogene Kinder, wenn sie ihrem Willen nicht bekommen. Unsere Schwiegermutter lebt jetzt mit 92 in so einem Heim, sie bekommt etwa noch 20% von dem mit, was um sie herum passiert. Alle Menschen beobachten sie, verfolgen sie, ständig wird ihr Geld gestohlen usw. An einem Kontoauszug mit 3 Renten-Buchungen im Monat studiert etwa 5 Tage lang ohne ihn zu verstehen.

    Für die häusliche Gemeinschaft ist sie weder tragbar noch pflegbar, meine Frau ist schwerbehindert. Die Schwiegermutter hat noch im Haus wohnend lokale Behörden und ihre Botschaft eingeschaltet, sie würde als Sklave misshandelt und ausgebeutet. Als Folge hatten wir das bewaffnete Überfallkommando im Haus, die feststellten die alte Frau ist kein Sklave sondern ga-ga an Verfolgungswahn leidend. Der Sozialdienst der Stadt hat sie teilentmündigt und ins Heim eingewiesen

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