Bischöfliche Hilfswerk Misereor erhält 2012 113M Euro vom Entwicklungsministerium


Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Der Limburger Bischof prunkt und protzt, der Papst predigt Bescheidenheit. Doch woher nimmt die Kirche eigentlich ihr Geld? Wie hoch ist der Anteil der Kirchensteuer, warum zahlen auch Nicht-Katholiken – und wieso bekommen die Bischöfe ihr Gehalt vom Staat?

Von Felicitas Kock und Sarah K. SchmidtSüddeutsche.de

Seit Langem ist die Kirche auch ein mächtiges Wirtschaftsunternehmen. Historisch waren da etwa der lukrative Ablasshandel oder der Kirchenzehnt. Nur reden mochte man außerhalb von Kirchenkreisen noch nie gern übers Finanzielle – zumindest nicht auf der Einnahmenseite. Beides gilt auch heute noch: Die katholische Kirche ist ein Unternehmen mit einem Milliarden-Haushalt. Über die Finanzierung des Ganzen bewahrt sie gern Stillschweigen.

Doch wer zahlt für Priester, Kirchen, Gottesdienste und Kindergärten sowie Altenkreise? Wie finanziert sich die katholische Kirche in Deutschland? Der Trubel um den Luxus-Neubau von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst stößt diese Fragen neu an. Die Antworten sind komplex.

Kirchensteuer

Der Hauptteil der Einnahmen ergibt sich aus der Kirchensteuer. Diese wird sowohl von der katholischen als auch von der evangelischen Kirche erhoben und ist an die Einkommensteuer beziehungsweise die Lohnsteuer gekoppelt. In Bayern und Baden-Württemberg beträgt sie acht Prozent, in den anderen Bundesländern neun Prozent der Einkommensteuer. In manchen Bundesländern wurde von der Kirche ein Mindestbetrag eingeführt. Wer keine Einkommen- beziehungsweise Lohnsteuer zahlt, ist davon ausgenommen. Insgesamt unterliegt etwa ein Drittel aller Katholiken der Steuerpflicht.

2012 hat die katholische Kirche nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz knapp 5,2 Milliarden Euro durch die Kirchensteuer eingenommen (PDF). Durchschnittlich zahlte in dem Jahr also jeder kirchensteuerpflichtige Katholik etwa 650 Euro.

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