Der Snob-Apostel vom Domberg


Bild: @Kiwi_Gold/twitter
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Böse Journalisten, ein im Ritual trunkener Katholen-Bischof, Salamitaktik und wütende Gläubige. Die haben genau das, was sie verdienen, eine sie verarschende Kirche, nicht nur mit dem Jenseits, auch im Diesseits.

Van Elst ist ein Kind dieser Kirche und macht was sie seit Jahrhunderten zelebriert, den Armen nehmen um selbst im Prunk und Reichtum zu leben. Jetzt sind die Katholen empört und treiben den Apostel ihrer Gemeinde wie eine Sau durchs Dorf. In ihrer Geschichte war sich die katholische Kirche für nichts zu schade. Es gibt kein Verbrechen welches nicht im Namen des Herrn begangen wurde. Die Schattenwirtschaft des Bischöflichen Stuhls, jedweder Öffentlichkeit entzogen machts möglich. Mit Bausparverträgen baut man sich kein diözesanes Zentrum dieser Kategorie. Limburg ist ein Kaff, auf der A3 ist man in einer Minute vorbeigefahren, der Dom lässt grüßen.
Als Ungläubiger kann ich nur den Kopf schütteln, wenn Politiker wie Kauder, Merkel oder Lammert von christlicher Nächstenliebe reden klingt das ganz anders. Die Erfahrung die bleibt, christliche Nächstenliebe hat einen Preis und ist kaufbar. Dankbar bin ich dem Apostel von Limburg dafür, dass er ein Exempel geschaffen hat, welches den Gläubigen den Spiegel vors Gesicht hält. Die Botschaft des Herrn reicht nicht über den Euro hinaus. Weiter so, solch offenkundiges Fehlverhalten befördert den säkularen Gedanken, vielleicht erkennt ja der Eine oder Andere, dass es ein seltsam Ding ist, wenn sich erwachsene Männer in Kleider zwängen, die an die alten Römer erinnern. Als Spukgestalten zelebrieren sie ihre Splatter-Rituale, vom Staat bezahlt haben sie keine Existenzsorgen. In Finanzangelegenheiten kann man der katholischen Kirche eine gewisse Nuttigkeit nicht absprechen.

Weiter so, ich lehne mich zurück und schaue mir den Mist, den ihr Gläubigen fabriziert mit Freude an, besser kann Hollywood nicht sein.

2 Comments

  1. Wahre Nächstenliebe

    Der gläubige Untertan, dessen Hauptsorge es ist, ein Untertan zu bleiben, glaubt an eine „Moral“, an einen Sieg des „Guten“ über das „Böse“. Doch was ist schon eine „Moral“ (unabhängig davon, ob manche sie „Ethik“ nennen) gegen das Prinzip Eigennutz = Gemeinnutz, die endgültige Lösung der Sozialen Frage? Die erstmalige Erkenntnis, wie eine ideale Zivilgesellschaft, in der es automatisch das Beste für alle bedeutet, wenn der Einzelne nur das Beste für sich anstrebt, technisch zu verwirklichen ist – und nichts anderes -, machte den Propheten Jesus von Nazareth zur berühmtesten Persönlichkeit der Welt, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert:

    (NHC III,5) Der Herr sagte: “Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen.”

    Wir sollen Jesus also nicht anbeten, sondern ihn – bzw. seine Erkenntnis – verstehen: Wahre Nächstenliebe ist nicht irgendeine „Moral“, sondern das Prinzip Eigennutz = Gemeinnutz! Und „der Herr“ war Jesus für die Urchristen (Gnostiker = Wissende) nicht, weil er etwa aufgrund einer „höheren göttlichen Moral“ Macht über sie hatte (die Macht hatten Geisteszwerge, die sich „Römische Kaiser“ nannten), sondern weil er über ein einzigartiges Wissen verfügte, das einige Wenige in Ansätzen, aber noch niemand ganz verstehen konnte. Für Moralverkäufer ist wahre Nächstenliebe aber eine Horrorvorstellung, denn dann wird die „Moral“ so überflüssig wie eine Taschenlampe (damals noch eine Kerze) bei Sonnenschein. Also hatte die „heilige katholische Kirche“, … nachdem sie im Jahr 325 zur römischen Staatsreligion geworden war, erst einmal nichts anderes im Sinn, als die originale Heilige Schrift des Urchristentums (Gnosis = Wissen) zu verbrennen und alle Gelehrten, die die Schriften gelesen hatten, zu ermorden. … Etwas in dieser Art kommt immer dabei heraus, wenn in den naiven Kategorien „gut“ und „böse“ gedacht, bzw. zu denken versucht wird.

    Jesus von Nazareth war jener Prophet, der sich als erster Denker über Gott erheben konnte, und den der Philosoph Friedrich Nietzsche in seinem Epos „Also sprach Zarathustra“ erst wieder neu erfinden musste, weil die „Bildzeitung der Antike“ (die vier biblischen Evangelien) nur noch Unsinn über ihn verbreitet. Das Genie, wenn auch zum „Gottessohn“ erhoben, wurde von der Kirche zu einem moralisierenden Wanderprediger degradiert.

    Alle, die sich heute „Christen“ nennen, leben in einem Cargo-Kult – und haben somit kein Recht, sich über irgendwelche Buschmänner lustig zu machen, die eine aus einem Flugzeug gefallene Coca-Cola-Flasche für ein „Zeichen der Götter“ halten:

    Glaube Aberglaube Unglaube

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  2. Das zu lesen ist geradezu ein Genuss.

    Wie gerne würde man der Krake Kirche einige Arme abschlagen, mit denen sie alles durchdringt und alles an sich reißt, indem sie durch Divisionen politisch-religiotischer Hohlköpfe als Zombies die Welt erobert und aussaugt wie ein Heer von Blutegeln

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