Hohe Baukosten führten mit zur Reformation


Headquarter des Konzerns.
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Große Bauvorhaben der katholischen Kirchen haben nach den Worten des Tübinger Kirchenhistorikers Jürgen Kampmann immer wieder zu grundlegenden Auseinandersetzungen geführt. „Auch bei der Reformation im 16. Jahrhundert spielten im Hintergrund Baukosten eine Rolle“, sagte Kampmann in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) angesichts der stark gestiegenen Baukosten für den Limburger Bischofssitz.

Von Norbert Demuthevangelisch.de

„Es ging damals um die Finanzierung der Baumaßnahmen am Petersdom in Rom, der ganz umgestaltet werden sollte“, erläuterte Kampmann. Theologische Kritik habe sich dann am „Ablasswesen“ entzündet – also dem Erlass zeitlicher Sündenstrafen, unter anderem im Falle einer Geldgabe an die Kirche.

Durch das Angebot von Ablässen seien auf Umwegen auch Mittel erbracht worden, die diesem Bauzweck dienten, sagte Kampmann, der Professor für Kirchenordnung und Neuere Kirchengeschichte an der Evangelisch-theologischen Fakultät in Tübingen ist.

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