Dresden: Gemeinde feiert erotische Gottesdienste – „Hurenlied“ Salomos


Bild: krone.at
Wie prüde ist die Kirche? Eine Dresdner Gemeinde feiert erotische Gottesdienste – und gilt plötzlich als Avantgarde.

Von Anne HähnigZEIT ONLINE

Nun traut sich Pfarrer Rudolf Renner also doch. „Der Joseph, der war schon ein ganz besonderer Hecht“, ruft er von der Kanzel, dann atmet er kurz durch. Eine Weile hatte er überlegt, ob er das so erzählen kann. Es geht um Joseph aus dem Alten Testament, erstes Buch Mose. Dem Joseph sei nicht nur alles gelungen; er habe auch gut ausgesehen! Kein Wunder, dass sich die Frau seines Chefs Potiphar in Joseph verliebte – „sie hatte sich schon lange so einen hübschen, knackigen Kerl gewünscht. Ihr Mann war rund und unansehnlich geworden und hatte kein großes Interesse mehr an ihr.“ Und Joseph, wie der seine Hüften drehen konnte – „das machte die Frau richtig an. Nicht auszudenken, was da noch alles auf sie wartete.“

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