Neue Knochenfunde: Urmenschen gehörten womöglich alle zur selben Art


Schädel 5 (Bild: Guram Bumbiashvili/ Georgian National Museum)
Schädel 5 (Bild: Guram Bumbiashvili/ Georgian National Museum)

Es wäre eine radikale Vereinfachung unserer Ahnenreihe: Möglicherweise bildeten die frühen Vorfahren des modernen Menschen nur eine Spezies. Das jedenfalls lassen aufregende Knochenfunde aus Georgien vermuten.

Spiegel Online – Johann Grolle

Fünf Paare von Augenhöhlen starren aus fünf steinernen Schädeln. Es sind fünf Paare, die für die ganze Menschheit stehen. Präsentiert wurden die fünf 1,77 Millionen Jahre alten Fossilien jetzt von einem internationalen Forscherteam aus Georgien, den USA, Israel und der Schweiz. „Es ist eine kleine Bombe für unser Fach“, erklärt der Harvard-Paläoanthropologe Philip Rightmire mit kaum verhohlener Genugtuung. „Diese Befunde könnten uns zwingen, manch liebgewonnene Vorstellung zu überdenken.“

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1 Comment

  1. Erst einmal abwarten, die etwa 1,9 Millionen Jahre alten Hominiden hatten viel Zeit sich auf der ERde zu verbreiten. Die anderen Funde von Frühmenschen sind damit nicht inexistent

    Mit dem Nakalipithecus-nakayamai verzweigen sich vor etwa 9 Mio. Jahren die Primatenlinien, von denen heute nur Hominiden, Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans überleben. Die Fossilien des Orrorin-Tugenensis, Ardipithecus-ramidus in Ostafrika und Australopithecus-afarensis aus Kaduumuu hatten vor 5–8 Mio. Jahren bereits den aufrechten Gang. Der Australopithecus Sediba aus Südafrika zeigt vor 1,9 Millionen Jahren Merkmale von Hominiden und Primaten. Das Gehirnvolumen der Hominiden steigt über 8 Mio. Jahre von 300 cm³ auf 1350 cm³ mit Einfluß auf Sozialverhalten, Dauer der Jugend und Ich-Bewusstsein.

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