Jüdische Theologen besorgt über Intoleranz gegenüber Christentum


Hilltop Youth (Jugendbewegung rechtsgerichteter Siedler, Bild: Reuters)
Hilltop Youth (Jugendbewegung rechtsgerichteter Siedler, Bild: Reuters)

In Israel nimmt das Phänomen der Hasstaten gegen Christen zu. Rabbiner und Wissenschaftler beklagen die zunehmende Intoleranz gegenüber Christen im Lande.

Thüringer Allgemeine Zeitung

Mehr Toleranz gegenüber den christlichen Kirchen fordern Rabbiner und Wissenschaftler. „Wir sind Zeugen zunehmender Intoleranz gegenüber Christen in Israel“, sagte der Theologe Amnon Ramon vom Institut für Israelstudien am Dienstagabend in Jerusalem. Ramon äußerte sich besorgt über die Grabschändung auf einem evangelischen Friedhof und weitere Übergriffen gegen christliche Einrichtungen.

Das Phänomen der „Hasstaten gegen Christen“ sei nicht neu, erinnerte Ramon. Schon vor Jahren seien „Kirchenleute, vor allem die Armenier, bei Pilgerwegen angespuckt worden“. Eine Umfrage zeige, dass die Vorurteile mit sinkendem Alter zunähmen. „Das ist das Ergebnis eines Erziehungssystems, das für das Thema nicht sensibilisiert ist“. Besonders besorgniserregend sei die Intoleranz gegenüber Christen und die Ignoranz an religiösen Schulen.

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