Belgien: Eltern verweigern Erzbischof Besuch des Religionsunterrichts


Bild: katholisches.info
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Laizisismus al la belge. Erzbischof André-Joseph Leonard von Brüssel-Mecheln führt seit Jahresbeginn Pastoralbesuche in zahlreichen Dekanaten und Pfarreien in Wallonisch-Brabant durch.

Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

In Baisy-Thy wurde ihm von Eltern im Namen der staatlichen Neutralitätspflicht der Besuch des katholischen Religionsunterrichts an der Schule verweigert.Bei den Pastoralbesuchen sind neben der Heiligen Messe in der Pfarrkirche Treffen mit den Priestern des Ortes, den katholischen Organisationen und Gruppen und den Gläubigen vorgesehen. Zudem besucht der Erzbischof die katholischen Schulen und Kindergärten, aber auch den katholischen Religionsunterricht an den staatlichen Schulen eines Ortes.

Nicht möglich war das an der Schule von Baisy-Thy. Für den vergangenen 22. Oktober war an der staatlichen Grundschule ein Besuch des Religionsunterrichts geplant. Dagegen protestierten einige Eltern. Der Besuch eines Religionsvertreters an einer öffentlichen Schule verstoße gegen die Neutralitätspflicht des Staates, argumentierten sie.

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6 Comments

  1. @K
    Der Bischof kommt sicher nicht allein, seine Eminenz bringt den lokalen Priester und dessen Vikar mit. Außerdem wird er kein Zuhörer sein, sondern will seinen allerliebsten Lattenjupp aktiv verkaufen wie ein Staubsaugervertreter.

    Wegen der Ausgewogenheit kommt dann noch eine Delagation der Evangelen, der Mormonen, der Scientologen, der Muslimen, der Adventisten, der Zeugen Jehovas, der Hindu, der Wotan Gläubigen und „last bust not least“ der Ungläubigen. Dann dürfte das Schuljahr rum sein

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  2. Das versteh ich jetzt aber nicht – der Bischofsbesuch stört, der katholische Religonsunterricht verstösst nicht gegen die Laizität? Ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht wirklich konsequent…

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    1. Der Witz der Trennung von Kirche und Staat (Laïzismus, Säkularität…) ist, dass öffentliche Schulen weltanschaulich neutral sind, weder Religionsunterricht abhalten, noch den Religioten Einfluss auf Unterricht oder Schüler/innen einräumen,, noch irgendwelche „Gekreuzigte“, Halbmonde… rumhängen noch Personen sich bei Religionen „Respekt“ ausleihen, indem sie „folkloristisch“ kostümiert Unterrichten, es sei denn an Karneval. 😉 Wir sollten weder christliche, noch muslimische, jüdische, hinduistische, shintoistische…Kinder backen, sondern Kinder weltanschauungsneutral bilden. 😉
      Auch „Zwangsschulgottesdienste“ für Schüler/Schüleriinnen – wie bei uns in Deutschland noch üblich – und staatliche Schulnoten für Religiösität 😉 sind für die Bildung der Kinder schlecht.
      😉 …..und was die Kinder in ihrer Freizeit tun…..geht die Schule nichts an…. 😉

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  3. Ich hatte 2 Töchter auf belgischen Schulen und war immer beeindruckt, was alles möglich ist, wenn man nur konsequent bleibt und sich nicht von unteligten irgenwlche Vorschriften machen oder reinreden lässt

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  4. Bravo, langsam aber sicher lösen sich zivilisierte Menschen in Europa von einer klerikalen Vormundschaft, in der eine machtgeile Kirche uns Europäer seit 2000 Jahren gefangen hielt. Viele Belgier hat der institutionelle Missbrauch an Kindern die Augen geöffnet, in den auch Bischöfe verwickelt waren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_in_der_römisch-katholischen_Kirche#Belgien

    Auch in Frankreich wäre ein solches Missionieren von Kindern in öffentlichen Schulen durch Bischöfe nicht gestattet….aber nicht ohne Grund sind wir das Land des „Simplicius Simplicissimus“. 😉

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