Kubicki(FDP): Stoppt endlich die Zahlungen aller Deutschen an die Kirchen


Wolfgang Kubicki(FDP), Bild: wikipedia
Die Kirchen in Deutschland bekommen seit Jahrhunderten viel Geld aus der Steuerkasse. Das System war eigentlich nie für die Ewigkeit gedacht. Mit den Zahlungen muss endlich Schluss sein, fordert nun FDP-Politiker Kubicki – ein Kirchenrechtler springt ihm bei.

Von Alexander WendtFOCUS ONLINE

Die sogenannten Staatsleistungen von jährlich insgesamt 480 Millionen Euro für die beiden Großkirchen in Deutschland sollen schnell eingestellt werden, fordert der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki im FOCUS. Ein solcher Schritt, meint der Freidemokrat, sei „notwendig und möglich“. Bund und Länder zahlen mit der jährlichen Überweisung aus den Steuerkassen noch die Entschädigung von rechtsrheinischen Kirchengütern ab, die 1803 in den napoleonischen Kriegen enteignet wurden.

Schon die Verfassung der Weimarer Republik von 1919 gab dem Gesetzgeber den Auftrag, die Zahlungen durch eine einmalige Abfindung zu beenden. Das Grundgesetz übernahm 1949 in Artikel 140 die Zahlungspflicht, aber auch die Aufgabe an den Gesetzgeber, diesen Zustand zu beenden. Mit dem Staatsgeld finanzieren die Kirchen unter anderem Bischofsgehälter und die Altersversorgung ihrer Mitarbeiter.

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2 Gedanken zu “Kubicki(FDP): Stoppt endlich die Zahlungen aller Deutschen an die Kirchen

  1. @Rhenus
    Es geht hier um ein Lehrstück „Wie killt man eine gute Idee“

    Diese Frage stellt sich sehr oft bei Vereinen die längst abgewirtschaftet haben und intellektuell nichts mehr bieten – weil der Zwang zum Konformismus des großen Führers alles erstickt. Das Poblem haben alle Parteien nach 2 oder 3 Regierungsperioden, es werden nur noch Zombies nach vorne gepuscht, die manisch die Worte ihres großen Führers nachbeten wie ein Grammophon „His masters voice“

    Wenn man selber keine geeigneten Zombies zum Verheizen mehr hat, dann kürt man jemanden ideologisch nahestehend und infiziert ihn mit der „tollen Idee“. Nach einer sehr kurzen Erfolgszeit macht es „pop“ und die Seifenblase explodiert, weil derjenige plötzlich diesen und jenen Makel hat, weil er gar nicht befugt, gewählt oder sonstwie auserkoren war so eine Sache zu starten und, und und

    Am Ende heißt es außer viel Tamtam nichts gewesen, die Idee ist tot.

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  2. Diese Selbstbedienung der Kirchen aus der Steuerkasse gehört in der Tat auch bei uns umgehend gestoppt. 😉

    Aber warum fällt der Herr Rechtsanwalt Kubicki wieder mal auf den Trick klerikalen Dunkelmänner hinein, die sich seit der gefälschten „Konstantinischen Schenkung“ im frühen Mittelalter, fortlaufend am Vermögen Europas vergriffen haben. 😉

    Die „Rentenzahlung“ an die Bischöfe damals war eine Art „Schutzgeld“ gegen potentielle „Putschisten“, die ja alle aus fürstlichen Häusern stammten und die ihren fürstlichen Familien nicht mittellos auf der Tasche liegen sollten. Im rationalen Frankreich wurden diese Zahlungen mit dem Tod des Bischofs eingestellt. In Deutschland wurde dieses „Schutzgeld“ vererbt, wie durch ein „Wunder“ auch noch heute in € aus dem Steuersäckel abgegriffen. 😉

    Übrigens Nonnen, Brüder in Klöstern oder einfache Geistliche wurden konsequenterweise damals nicht alimentiert, sondern fristeten ein kärgliches Lebensende. 😉

    Ausserdem muss untersucht werden, welche „geistlichen Güter“ reine Lehen waren, die gar nicht enteignet werden konnten, da sie sowieso dem Staat gehörten und die der Klerus nur Nutzen durfte, weil sie dem Feudalstaat bestimmte Leistungen erbrachten. 😉

    Ob bei der Berechnung der seit 1803 erbrachten staatlichen Leistungen wirklich eine Nachzählung fällig wird wie die Kirchen dreist behaupten, kann begründet bezweifelt werden – eher, dass die Kirchen bis heute viel zu viel Geld aus dem Steuersäckel abgegriffen haben. 😉

    Gott sei Dank haben die Kirchen ja ungeheure Vermögen in Milliardenhöhe, die für eine Rückzahlung an die Steuerkasse flüssig gemacht werden könnten. 😉

    Es ist schön, dass die FDP nach der Strafaktion des Wählers im September, sich wieder um ordnungspolitische Missstände mit den Staatskirchen kümmert und dies nicht allein den Linken und den Piraten überlassen will. 😉

    Aber ob die kirchlichen Lobbyisten eine Diskussion bei der sich abzeichnenden „Einheitsfront von CDU/CSU/SPD zum kirchlichen Missstand überhaupt dulden werden, kann bezweifelt werden. 😉

    Das Thema wird es noch nicht mal auf die Tagesordnung des Bundestages schaffen! 😉

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