New Age: Kirschblütler, Polyamorie und „Üses Dorf“


Links: Drei Mitglieder der Kirschblüten-Gemeinschaft (v. l.): Cornelia Principi, Ramon Mullis und Anke Edelbrück Schwarzer. Rechts: Sprecher der neuen Gemeinschaft «Üses Dorf», Reto Sollberger, vor einem alten Bauernhaus im geschützten Dorfkern. Quelle: Mathias Marx
Im beschaulichen Lüsslingen-Nennigkofen klafft ein tiefer Graben. Der Kirschblüten-Gemeinschaft steht seit Mittwoch die Gemeinschaft «Üses Dorf» gegenüber. Dabei gibt es durchaus Ähnlichkeiten.

Von Max DohnerGrencher Tagblatt

Gesellschaftsforscher hätten daran ihre helle Freude: Wie ein Feldstudien-Labor liegt eine Gemeinde vor ihnen, wo sich zwei gegenläufige Strömungen beobachten lassen: hier Gewohntes mit seinen eingespielten Abläufen. Und dort Ungewohntes mit alternativen Mustern. Sozusagen «Altbewährtes» und «New Age».

Das wirft eine interessante Frage auf: Kann eine dem Bauerntum entwachsende Gemeinschaft sich nicht nur von ausländischen Zuzügern «überfremdet» fühlen, sondern auch von «New Age»? Dafür böte ein Dorf im Mittelland gegenwärtig wohl einmaligen Stoff zur Feldstudie.

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