SWR-Nachtcafé: „Ohne Glauben wäre das Leben für den Arsch“


Foto: Thinkstock/iStockphoto/justinkendra
Was eine spannende Diskussion hätte werden können, wurde im SWR-Nachtcafé zu einem uninspirierten Gespräch über Glaubenserfahrungen. Geladen waren überzeugte Atheisten wie gläubige Christen.

Von Christiane Meisterevangelisch.de

Man nehme: Einen promovierten Bischof, einen überzeugten Atheisten, eine nicht-gläubige frühere TV-Psychologin, eine vom Islam zum Christentum konvertiert junge Frau, eine Mutter, die bei einem Unfall nicht nur ihren Sohn, sondern auch ihren Glauben verloren hat, sowie einen Rocker, der nach dem Tod seiner Freundin Jesus gefunden hat – dazu die Frage „Nur wer glaubt wird selig?“. Schon hat man einen Freitagnacht-Talk im SWR „Nachtcafé“.

Zum Einstieg redet Moderator Wieland Backes an der Bar mit einem jungen Vater. Seine Frau hat kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Suizid begangen. Backes und sein Gast erzählen gemeinsam die Geschichte nach. Glückliches Paar, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbettdepression, Psychiatrie und dann der Selbstmord. Sein Glaube an Jesus war in dieser Zeit die wichtigste Stütze, erzählt Steffen Schwarz. Er habe auch dann eine Stärke gespürt, wenn die Kraft eigentlich hätte aufgebraucht sein müssen.

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Foto: SWR Moderator Wieland Backes und seine Gäste in der Diskussion „Nur wer glaubt wird selig?“

2 Comments

  1. Der promovierte Bischof führte den Evangelisten Johannes als Vertrauten Jesu und als Augenzeugen an. Bei Wikipedia steht stattdessen:
    „In der historisch-kritischen Exegese werden der Apostel Johannes und der Evangelist des Johannesevangeliums meist als zwei verschiedene Personen identifiziert, die sich darüber hinaus auch vom Verfasser der Offenbarung des Johannes unterscheiden.“
    Im Theologiestudium werden offenbar Glaubensinhalte gelehrt und nicht der Stand der Forschung. Oder es wird gelehrt, wie man den Stand der Forschung verheimlicht.

    Mein Eindruck nach der Sendung: Glauben ist eine mentale Übung (wie Meditation oder Homöopathie), die ohne Gott genauso gut hilft wie mit Gott (Homöopathie hilft ja auch ohne Wirkstoff). Die im Studio vertretenen Gläubigen finden Jesus ganz wichtig, während Gläubige aus anderen Kulturen denselben Erfolg mit anderen Göttern erreichen. Die Wohltat des Glaubens ist eben unabhängig von der Existenz des Geglaubten.

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  2. Was für einen Haufen von Religioten

    Für die etwa 50 Mill. Jahre in gesellschaftlichen Clans lebenden Hominiden und Primaten ist die Akzeptanz eines Führers unverzichtbar, im Clan erfolgreich zu sein und andere zu dominieren ist genetisch verankert. Der Mensch ist mit der Geburt abhängig von Autoritäten wie Eltern, Lehrer, Ranghöhere, Chef des Clans; eine Existenz ohne Autorität ist suspekt. Besondere Hirnbereiche ermöglichen den Hominiden die Schnellerkennung von Autorität, notwendig fürs Überleben. Mit Nutzung zunehmender Intelligenz gelingt es den Hominiden den totalen Zwang der Autoritäten zu überwinden. Die Clanmitglieder praktizieren trotz Clanherrschaft seit Mill. Jahren Empathie, Hilfsbereitschaft, Allianzen, Egoismus und Gewalt durch Kommunikation und Erfahrung. Beginnend mit den frühen Primaten und Hominiden wird dies kulturell ausgebaut und vererbt, sie beten dazu keinen himmlischen Zombie an und lesen kein heiliges Buch.

    Demokratie mit beliebiger freier Bildung, Meinung und Wissenschaft, Menschenrechten und der Gewaltenteilung gibt es erst seit etwa 200 Jahren. Jede Religionen wertet die Ablehnung ihres Absolutismus als satanische Blasphemie, der Gotteshumbug bedeutet einzig Despotismus und Gesinnungsterror. Etwa 25% durch „Brainwash“ geschädigte Menschen akzeptieren die selbst ernannten Oberhirten. Deren Drohungen und Erpressungen unterbinden Koexistenz und Frieden, nur durch den Kriegsdienst der Einfaltspinsel ist Gottes ewige Gnade zu erreichen. Religioten sind unfähig Kritik am Glauben oder Kompromisse zu akzeptieren, sie agieren dabei gewalttätiger als Ungläubige. Keine Religion kann ihren „Brainwash“ begründen, alles ist ewig wahr vom himmlischen Zombie gewollt. Wer es nicht glaubt wird gefoltert, eingesperrt und massakriert. Perversionen wie Mord, Genozide, Ethnozide, Ausbeutung, Diskriminierung und heilige Kriege sind immer Gottes Wille, was im Zirkelschluss nur Einfaltspinsel akzeptieren.

    In diversen Versuchen zeigt Professor Brad Bushman vom Institute-for-Social-Researchn Texte mit Dämonen, ewiger Verdammnis und göttlich gerechter Gewalt rufen Aggressionen hervor, Gläubige folgen blind den biblischen Vorgaben zu brutalen Verbrechen, Männer handeln dabei deutlich gewalttätiger als Frauen. Menschen mit Intelligenz und Bildung sehen die religiöse Drohkulisse als Witz. Die Erbsünde auf Konzilen 418 n.C. und 431 n.C. als Fehler der perfekten Schöpfung definiert, macht jeden Menschen immer schuldig. Der Arzt E. Schaetzing bezeichnet das »ekklesiogene Neurose« mit Symptomen von Schuldgefühlen und Wahnideen. Der Gotteshumbug braucht Demütigungen und ständig neue Sünden zur Verunsicherung und Manipulation. Eine elektrische Reizung gleicher Gehirnregionen erzeugt den gleichen Wahn,

    Die typischen Oberhirten der Religionen sind paranoid Gestörte, Allwissende, Unsterbliche, Schizophrene, Pädophile usw. die Kindern ihren religiösen Rassismus mit Gewalt einprügeln. Die Oberhirten morden, rauben, fälschen, missbrauchen, huren, zocken und betrügen die Gläubigen zum Machterhalt. Diktaturen, faschistoide Systeme und Religionen überleben nur, wenn sie Kritik mit abweichendem Denken und Handeln unterdrücken oder ausrotten.

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