Wenn der Mensch Gott spielt


TRANSHUMAN

Transhumanismus ist mehr als Wissenschaft – es ist der Traum von einer neuen Evolutionsstufe.

Morgenweb – Stefan M. Dettlinger

Erst einmal müssen wir uns damit abfinden: Wir sind ein Work in Progress der Schöpfung. Schon immer. Unsere Spezies ist im Begriff sich zu verändern. Evolutionär und auch aus eigener Kraft: Leiden lindern, Leben verlängern, Intelligenz steigern. Alles ist ein steter Prozess der Selbstoptimierung. Dies ist eines der Argumente der Transhumanisten für unsere Weiterentwicklung mit (fast) allen Mitteln: technisch, medizinisch, digital und, ja, genetisch. Der Transhumanist begreift uns – ähnlich wie Peter Sloterdijk es in den „Regeln für den Menschenpark“ schreibt – als offene Kreaturen, weniger moralisch als biologisch, und er findet großen Gefallen daran, an der Schnittstelle von Mensch und Maschine eine neue, bessere Kreatur zu denken, die über das Menschliche hinausweist, was die Wortschöpfung aus „trans“ (jenseits) und „humanus“ (menschlich) schließlich auch bedeutet.

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10 Comments

  1. ganz wichtiges Thema – von zentraler Bedeutung, wie es weitergehen soll und darf.
    Wir müssen uns in aller Welt dieser Frage stellen – Transhumanismus …

    Grenzen einziehen ? … und wenn wie.
    sehr kontrovers – insgesamt und schon in Einzelfragen gut sichtbar !

    Wie der Autor schreibt:
    Wir sind teilweise bereits Cyborgs.

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    1. Cyborgs existieren, nichts Neues unter der Sonne. Letztlich ist die Verbindung des Menschen mit anorganischen Materialien, Gebiss, Hörgeräte, Prothesen der Anbeginn des Cyborgs. Es ist insgesamt ein ethisches Problem, dem kommt man aber nicht bei, mit den moralischen Postulaten der Bibel, des Korans oder Talmuds.

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    2. auch Aufklärer dürften hier Probleme bekommen.
      Auch ich als Atheist / “Materialist” hab mit dem, was sich da an Evolution andeutet, Schwierigkeiten.
      Es ist schon vergleichbar mit der Kernkraft. Da kann ein konsequenter Nihilist auch sagen: na und, wenn’s knallt, isser weg, dieser falsche Zweig in der Evolution. Die Welt rührt es nicht, sie geht evolutionär einfach weiter.

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