Religiöse Gemeinden bei Facebook


Die Kirchen können es sich nicht leisten, Plattformen wie Facebook zu ignorieren, meinen Soziologen Foto: pro
Die Kirchen können es sich nicht leisten, Plattformen wie Facebook zu ignorieren. Zu diesem Schluss kommen die Autoren des Informationshefts „Virtuelle Welten“ der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW).

pro Medienmagazin

Facebook und Kirche – eigentlich verträgt sich das nicht, findet der Soziologe Christian Ruch. Er ist neben seiner Kollegin Elke Hemminger einer der Autoren des neuesten EZW-Heftes zum Thema Onlinewelten. Wer sich bei Facebook äußere, heische im Grunde nur nach Aufmerksamkeit, zu mehr als „eitler Selbstbespielung“ diene die Plattform nicht – „und diese Selbstbespielung ist im Prinzip nichts anderes als eine Form säkularisierter Selbsterlösung“, schreibt Ruch. Dennoch gebe es bei Facebook Gruppen mit Titeln wie „I love Jesus“ oder „Jesus loves you“ – allesamt mit mehreren Millionen Mitgliedern.

Deshalb kommt der Autor zu dem Schluss, dass sich Religion künftig vermehrt in Foren wie Facebook abspielen wird. „Die Kirchen täten bei allem Widerwillen gut daran, sich mit dem Phänomen zu beschäftigen.“ Als positives Beispiel nennt er den ersten katholischen Facebook-Gottesdienst, der im Jahr 2012 stattfand.

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