Religion und Lebenskunde: Kein Geld mehr für die großen Fragen


Lies mal. Im Religionsunterricht geht es nicht nur um die Bibel. – Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Grundschüler erhalten keinen Ethikunterricht. Religion und Lebenskunde füllen die Lücke – noch. Kirchen und Verbände können die Lehrer jedoch kaum noch finanzieren.

Von Susanne Vieth-EntusDER TAGESSPIEGEL

Wo anfangen, wenn das Wissen über Religionen allmählich verloren geht? Und wenn es keinen Ansprechpartner in Krisensituationen gibt? Christian Hannasky kennt sich aus mit dieser Doppelfrage, aus der eine Doppelrolle resultiert. „Ich hole die Kinder da ab, wo sie sind“, lautet seine Antwort.

Hannasky ist Religionslehrer im sozialen Brennpunkt, wo es nur noch eine Handvoll christlicher Kinder gibt. Die Katholiken haben sich aus seiner Moabiter James-Krüss-Grundschule bereits zurückgezogen, weil die staatlichen Zuschüsse für die Bekenntnislehrer nicht reichen, um so wenige Kinder zu unterrichten. Es fehlt an allen Ecken und Enden, und den anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften geht es nicht besser an diesem Punkt.

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