Kirchenhistoriker hält evangelischer Kirche Geschichtsverleugnung vor


LutherLogo_50Der evangelische Kirchenhistoriker Johannes Wallmann wirft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor, in der Auseinandersetzung über die Judenfeindlichkeit Martin Luthers und des Protestantismus die eigene Geschichte zu verleugnen.

evangelisch.de

Wallmann bezieht sich dabei insbesondere auf die der EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann zugeschriebene Auffassung, die evangelische Kirche habe erst nach 1945 ihren Antijudaismus überwunden. „Die Ansicht, dass die evangelische Kirche bis 1945 unter dem Einfluss der antijudaistischen Spätschriften Luthers stand, ist weit verbreitet. Doch sie ist fragwürdig“, schreibt der emeritierte Bochumer Professor in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) anlässlich des Reformationstages.

weiterlesen

1 Comment

  1. Die Käsmann redet immer nur diummes Zeug, als hätte sie premanent 2 Promille. Das zu erkennen braucht es keinen studierten Kirchenhistoriker

    Einmal abgesehen vom größten moralischen Drecksack und Judenhetzer Martin Luther waren es besonderns die Evangelen, welche vor und in der Nazizeit den Antisemitus phanatisch betrieben haben

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 entsteht aus Forderungen der evangelischen Kirche, die Anstaltsleiter der Inneren Mission 1931 in ihrer Treysaer Erklärung erheben. Behinderte, Blinde, Taube, Stumme, Epileptiker, Alkoholiker, Homosexuelle, seelisch Kranke ebenso wie politische Gegner werden als schwachsinnig eingestuft und aussortiert. Ab 1940 werden die Aussortierten vergast, was bereits auf der Fachkonferenz in Treysa gefordert wird.

    Karl Todt, Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt, als auch andere Diakonie-Leiter begeistert das NAZI-Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Die evangelische Pflegerin Pauline Kneissler der psychiatrischen Euthanasie-Anstalt Schloss Grafeneck wählt als guter Christ Tag für Tag 70 Patienten aus, die vergast werden. Sie rechtfertigt ihre Tat damit, dass dieser Tod nicht schlimm sei, weil „Tod durch Gas nicht wehtut“.

    Die Führer der evangelischen Landeskirchen erklären 1941: „Als Glieder der deutschen Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen Evangelischen Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes, der u.a. die Reichspolizeiordnung über die Kennzeichnung der Juden als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat, wie schon Dr. Martin Luther nach bitteren Erfahrungen die Forderung erhob, schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen.“ Die evangelischen Landeskirchen gründen 1939 auf der Wartburg ein 200 Mann starkes Institut zur Entjudung des Christentums. Der christliche Glaube ist bevölkerungspolitisch auf die rassistische Einflüsse in Palästina zu untersuchen, jüdisch minderwertige Elemente sind aus dem theologischen Leben zu entfernen.

    Dann war der NAZI Zauber vorbei, der GRÖFAZ als Jesus-Ersatz hat feige Selbstmord begangen. Der Rat der Evangelischen Kirche veröffentlicht am 18.10.1945 das „Stuttgarter Schuldbekenntnis” ohne Konsequenzen seiner Taten, die führenden Figuren bleiben fast alle im Amt und waren nie aktive NAZIs – ein Wunder.

    Dann waren alle NAZI geläutert brache Christen, die laut Käsmann nie mehr gesündigt haben. Der EKD-Präses Mensing-Braun bescheinigt noch 1960 dem ex-Parteigenossen und Massenmörder Adolf Eichmann eine „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“. Der Antisemit Pfarrer Walter Hoff gesteht der EKD schriftlich die Ermordung Hunderter Juden in Weißrussland und bleibt als Pfarrer tätig.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.