„Brauchen wir Gott und die Kirche, um uns ethisch richtig zu verhalten?“


Papst Franziskus betont die Rolle des eigenen Gewissens bei moralischen Entscheidungen Foto: Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho (CC BY 3.0 BR)
„Brauchen wir Gott und die Kirche, um uns ethisch richtig zu verhalten?“ fragt Jan Doolan, Professor für Demokratie, Menschenrechte und Journalismus, in einem Gastbeitrag in der Zeitung Die Welt. Und er erörtert, ob Papst Franziskus wohl mit Edward Snowdens Methode einverstanden wäre.

pro Medienmagazin

In einem Brief an die italienische Zeitung „La Repubblica“ habe Franziskus geschrieben, ein Nichtgläubiger sei so lange vor dem Feuer der Hölle sicher, wie er bei Entscheidungen über Gut und Böse seinem eigenen Gewissen gehorche. Schlussfolgernd brauche der Mensch weder Gott noch die Kirche, die einem sage, wie man sich verhalten solle, schreibt Doolan in seinem Essay „Snowden und der Papst“. Die Aussage des Papstes lasse also vermuten, dass das eigene Gewissen eine Alternative zu Gott biete.

weiterlesen

3 Comments

  1. Brauchen ???……VOR ALLEM DIE KIRCHE ! (Ich lach mich kaputt.)
    Im Ernst ,ein Gott der sich solch eine „ehrenwerte“ Gefolgschaft (oder sagen wir, solche Kirchen und Sekten) hält, weiß bestimmt nicht mal wie man „Ethik“ schreibt. 😉

    Gefällt mir

  2. Umgekehrt wird wohl ein Schuh draus, die Religionen brauchen Millionen Einfaltspinsel um durch Machtgehabe und Terror auf Kosten ihrer Religioten faul zu leben. Die RKK hat per ewig wahrem und unantastbarem Dogma-376 definiert
    „Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen“
    Jetzt streckt der Papst als Herr der Dogmatik den Eintritt in den katholischen Glauben bis kurz vor den Tod. Wer dann immer noch nicht katholisch ist, gefastet hat, Almosen gespendet und Kriegsdienst geleistet hat, der schmort auf ewig in der Holle (Dogma-381)

    Für die etwa 50 Mill. Jahre in gesellschaftlichen Clans lebenden Hominiden und Primaten ist die Akzeptanz eines Führers unverzichtbar, im Clan erfolgreich zu sein und andere zu dominieren ist genetisch verankert. Der Mensch ist mit der Geburt abhängig von Autoritäten wie Eltern, Lehrer, Ranghöhere, Chef des Clans; eine Existenz ohne Autorität ist suspekt. Besondere Hirnbereiche ermöglichen den Hominiden die Schnellerkennung von Autorität, notwendig fürs Überleben. Mit zunehmender Gehirnmasse Intelligenz gelingt es den totalen Zwang der Autoritäten zu überwinden. Die Clanmitglieder praktizieren trotz Clanherrschaft seit Mill. Jahren Empathie, Hilfsbereitschaft, Allianzen, Egoismus und Gewalt vererbt durch Kommunikation und Erfahrung. Beginnend mit den frühen Primaten und Hominiden wird dies kulturell immer weiter ausgebaut, sie beten dazu keinen himmlischen Zombie an und lesen kein heiliges Buch.

    Die typischen Oberhirten der Religionen sind paranoide Faschisten, Allwissende, Unsterbliche, Schizophrene, Pädophile usw. die Kindern ihren religiösen Rassismus mit Gewalt einprügeln. Die Oberhirten morden, rauben, fälschen, missbrauchen, huren, zocken und betrügen die Gläubigen zum Machterhalt. Diktaturen, faschistoide Systeme und Religionen überleben nur, wenn sie Kritik mit abweichendem Denken und Handeln unterdrücken oder ausrotten. Die RKK hilft durch Nuntius Pio Laghi und Kardinal Raúl Primatesta 1976-1984 der Diktatur des Generals Videla in Argentinien beim Verschwinden von 30.000 Kritikern. Die RKK Priester helfen beim foltern in der Kaserne Campo de Mayo, auf ihre Bitte dürfen Schwangere vor ihrer Tötung ohne Betäubung per Kaiserschnitt gebären. Davon dürfte Papst Franziscus sehr wohl informiert gewesen sein und hat diszipliniert geschwiegen.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.