Schweiz: Im Zweifel für die Demokratie und gegen die Religionsfreiheit


Eine Umfrage zeigt, die Mehrheit in der Schweiz will keine religiösen Symbole in der Schule. Reuters
Die Religionsfreiheit ist den Schweizerinnen und Schweizern ein grosses Anliegen, aber sie muss zurückstehen, wenn es etwa um Schule oder Gleichberechtigung geht. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die im Auftrag der Monatszeitschrift «reformiert» durchgeführt wurde.

Von Hansjörg SchulzSRF

Die Schule soll eine religionsneutrale Zone sein. Das Tragen eines Kopftuchs oder einer jüdischen Kippa lehnen die Schweizerinnen und Schweizer genauso ab wie ein Kreuz im Klassenzimmer. Eine klare Aussage.

Die Schule soll sein. Auch das eine klare Aussage, denn die Befragten wollen keine schulischen Sonderwege aus religiösen Gründen dulden.

Keine Toleranz für Frauendiskriminierung

Auch die Verfassung soll gelten. Artikel 15, der die Religionsfreiheit in der Schweiz regelt, ist für 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger absolut zeitgemäss. Wenn sich aber die freie Ausübung von Religion mit demokratischen Grundrechten überschneidet, dann heisst es für die Befragten: Im Zweifel für Demokratie und Menschenrechte.

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