Die Reform islamischer Theologie beginnt in Deutschland


Foto: epd-bild/Christopher Clem Franken Vorlesung zum Thema Islamisches Recht bei Professsor Mouhanad Khorchide in Münster.
Vor drei Jahren erst empfahl der Wissenschaftsrat der Bundesregierung die Einrichtung islamisch-theologischer Studiengänge an deutschen Unis. Seitdem wurden in einer vorher selten gesehenen Schnelligkeit an den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Münster-Osnabrück, Tübingen sowie Frankfurt-Gießen Zentren für Islamische Theologie eingerichtet. Hinzu kommen die Islamischen Studien an den Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe, Ludwigsburg und Weingarten. Dort findet alles andere als ein Luststudium statt, denn Experten schätzen, dass es in Deutschland einen Bedarf von etwa 1.000 neuen Imamen und rund 2.000 bis 3.000 neuen Lehrern für Islamischen Religionsunterricht gibt. Eine gewaltige Bildungs-Aufgabe.

Von Thomas Klattevangelisch.de

Tim Sievers hat es geschafft: Er hat einen der begehrten Studienplätze für Islamische Theologie in Frankfurt am Main ergattert. Der Run auf das neue Fach ist groß. Dabei wird den jungen Studenten einiges abverlangt. „Wir müssen zwei Jahre Arabisch lernen. Hinzu kommt eine weitere Islamsprache, entweder Türkisch-Osmanisch oder Persisch. Wir müssen uns in den Grundlagen von Koranexegese, Hadith-Wissenschaft, systematische Theologie, islamische Geschichte und islamisches Recht auskennen“, zählt der junge Mann auf.

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