„Eine christliche Sozialpolitik würde den Staat aus der Sozialversicherung herausnehmen“


In seinem Buch Jesus, der Kapitalist – Das christliche Herz der Marktwirtschaft entwickelt der Diplom-Ökonom Robert Görzinger die These, dass der christliche Glaube und die bürgerliche Warenwirtschaft notwendig aufeinander angewiesen sind, wenn beide die historischen Exzesse vermeiden wollen, aus denen sie hervorgegangen sind. Telepolis hakt nach.

Von Reinhard JellenTELEPOLIS

Herr Grözinger welche Strukturmerkmale, die miteinander konvergent sind, weisen der Kapitalismus und das Christentum auf?

Robert Grözinger: Ich nenne vier konvergente Strukturmerkmale. Erstens das Nichtaggressionsprinzip. Dieses Prinzip besagt, dass die Initiierung physischer Gewalt (einschließlich der Drohung damit) sowie Betrug illegitim ist. Jeder hat das Recht und die Freiheit, mit sich und seinem Eigentum das zu tun, was er für richtig hält, solange er dabei den Körper oder sonstiges Eigentum eines anderen nicht verletzt.

Dies ist im reinen Kapitalismus der Fall, wo der Staat, falls er überhaupt existiert, allenfalls die Durchsetzung dieses Prinzips überwacht und sichert. Das Nichtaggressionsprinzip ist gleichzeitig ein Grundprinzip des Christentums, siehe die Gebote „du sollst nicht stehlen“ und „du sollst nicht gegen deinen Nächsten falsches Zeugnis ablegen“.

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3 Comments

  1. ….die Zeit für’s Christentum scheint wirklich abzulaufen…wenn nun schon der Kapitalismus….dessen Perversion man bei der laufenden Privatisierung der Gewinne und der nachhaltigen Vergemeinschaftung aller Verluste beobachten kann ….nun zu Rettung des Christentums herhalten muss. 😉

    Man merkt die närrische Jahreszeit wird eingeläutet…der 11.11. um 11:11 ist nicht mehe fern… 🙂

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  2. Da hat ein Gehirn amputierter ein Buch geschrieben ohne die Bibel zu lesen: „Das Nichtaggressionsprinzip ist gleichzeitig ein Grundprinzip des Christentums,……“

    Yahwe (5.Mose) fordert von seinen Christen die Ausrottung von falschen Propheten, Mördern, Homosexuellen, Bisexuellen, Hurenkindern, Hurenböcken, Fremdhurern, Zuhältern, Sodomisten, Schwiegertochterfickern, Vergewaltigern, Männern mit gequetschten Hoden, nächtlichem Samenerguss, Blinden, Lahmen, vergewaltigten Frauen, Kranken mit Krätze oder Flechte, Menschen die gesäuertes Brot oder Blutwurst essen, Entführern, Feiertagsarbeitern, Gotteslästerern, Zinsnehmern (Bankiers), Geldeintreibern, Betrügern, Söhnen die ihre Eltern verfluchen, Kleinwüchsigen, Zauberern, Totenbeschwörern, Wahrsagern, Traumdeutern, Männern die die Blöße der Schwester sehen, Rechtsbeugern, Kirchensteuer Verweigerern.

    Die Mehrheit der Menschen wird durch Gottes Liebe ausgerottet, viel Arbeit für die extrem agressiven Religioten.

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  3. OMG! Typisch selektive Exegese (man nehme z. B. die 10 Gebote und auch nur genau die, die passen, aber ohne zu hinterfragen, ob genau die gewählten nicht einen viel älteren, evolutionären Hintergrund haben) und selektive Wahrnehmung wenn es zu den negativen Auswirkungen kommt. Da werden die massenhaften Verstöße gegen das, was man heute für die Grundlagen des Christseins hält, zu für das Gesamtbild irrelevanten Einzelfällen erklärt, andererseits werden für das Gesamtbild irrelevante Einzelfälle (Galen) zu typischen, definierenden Beispielen erklärt.

    Wieder ein Ökonom, der meine schlechte Meinung über deren Zunft bestätigt. Genau mit diesem Cherry-picking werden auch ständig absurde, ökonomische Theorien aufgestellt und gegen ihr offensichtliches Scheitern verteidigt.

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